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Smarte Partner bei Raumfahrtmissionen
Ein spannendes Kapitel für sich ist Spaniens Raumfahrtindustrie.
Seit das Land vor vierzig Jahren seinen ersten Satelliten in den
Orbit brachte, hat sie sich unaufhaltsam entwickelt und steht
heute in der EU an fünfter Stelle. Mit rund zwei Dutzend Hoch-
technologieunternehmen nimmt sie an allen europäischen Pro-
grammen des Sektors teil. Wichtige Impulse neben der europäi-
schen Weltraumpolitik liefert der spanische Operateur von Tele-
kommunikationssatelliten Hispasat. Spanien ist Mitglied der Eu-
ropäischen Weltraumorganisation ESA und beherbergt in Villa-
franca in der Nähe von Madrid das Europäische Weltraumastro-
nomie-Zentrum ESAC. Dort laufen die wissenschaftlichen Daten
aller astronomischen und planetaren ESA-Missionen zusammen
und werden gespeichert. Doch musste das Land aufgrund der
Wirtschaftskrise und Sparzwänge 2012 seine ESA-Beiträge zu-
rückfahren. Die Branchenumsätze stagnieren seit einigen Jahren
bei leicht über 700 Mio. Euro.
Wieder verstärkte Finanzierung durch Regierung
Mit dem Konjunkturaufschwung aber hat sich der Wind gedreht.
Auf der ESA-Ministerratskonferenz Ende 2014 sagte Spaniens Re-
gierung 345 Mio. Euro für Raumfahrtprogramme zu. Die Summe
wird vorrangig den Beitrag spanischer Firmen finanzieren, deren
Verhandlungsposition sich damit 2015 schlagartig verbessert hat.
Ein Anteil von 182 Mio. Euro an der neuen europäischen Träger-
rakete Ariane 6 soll den Sprung in den Bereich Trägerplattfor-
men bringen. Über 20 Mio. Euro sind für die Entwicklung eines
Systems der Weltraumüberwachung eingeplant, das Kollisions-
gefahren durch Raumfahrtmüll im Auge haben und entsprechen-
de Dienstleistungen anbieten will. Weitere Bereiche sind die In-
ternationale Raumfahrtstation ISS, Telekommunikation, neue
Technologien, Erdbeobachtung und die Marsmission Exomars.
Insgesamt wird Spanien zwischen 2015 und 2022 für die ESA-
Programme rund 1,4 Mrd Euro aufwenden.
Beteiligung an prestigereichen Projekten
Wenn das europäische Satellitennavigationssystem Galileo, das
derzeit im schrittweisen Aufbau ist, Ende 2015 möglicherweise
erste Dienste erbringen könnte, dann verdankt sich das auch elf
spanischen High-Tech-Unternehmen, die von Anfang an beteiligt
waren. Airbus DS, Alter Technology, Crisa, Elecnor Deimos, GMV,
Iberespacio, Indra, Mier Comunicaciones, Rymsa Espacio, SENER
und Thales Alenia Space España haben dem Branchenverband
TEDAE zufolge Steuerungssysteme, elektronische Einheiten, Sta-
tionen und Ausrüstungen der Segmente Flug und Boden entwi-
ckelt und zugeliefert. Diese Unternehmen machen das Gros der
Branche aus und finden sich, in wechselnder Zusammensetzung,
bei vielen ESA-Missionen. Immer darunter ist GMV Innovating
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