Über 6.600 Filialen
Filialen in 88 Ländern zählt das globale Inditex-Modereich mittlerweile. Im Jahr 2014 erwirtschafteten die
weltweit rund 137.000 Mitarbeiter 18 Milliarden Euro Umsatz und machten damit Inditex mit einem Nettogewinn von 2,5 Milliarden
Euro zum größten Textilunternehmen der Welt. 40 Jahre nach Eröffnung des ersten Zara-Geschäfts in La Coruña durch die Unter-
nehmerlegende Amancio Ortega - bis 2011 Präsident des Konzerns und heute mit 60 Prozent noch größter Aktionär der Firma -
scheint die Erfolgsgeschichte von Inditex ungebrochen.
Nach fast drei Jahrzehnten internationaler Markterschließung ist Inditex heute auf allen Kontinenten vertreten. Dabei fußt dieser
durchschlagende Erfolg insbesondere auf der Geschwindigkeit, mit welcher der Konzern neue Produkte auf den Markt bringt.
Von der ersten Idee über den Designprozess bis zu dem Moment, in dem ein neues Produkt in aller Welt verfügbar ist, vergehen
beispielsweise bei Zara maximal drei Wochen. In Arteixo, der Konzernzentrale von Inditex, werden alle Verkaufskennzahlen in
Echtzeit analysiert. Liegt ein Artikel unter den Erwartungen, so wird die Produktion sofort gestoppt. Das System beruht auf einer
Produktion der zwei Geschwindigkeiten. Kleidungsstücke, die aktuellen Modeströmungen folgen, werden stets in Fabriken in un-
mittelbarer Nähe zur Konzernzentrale gefertigt. Im Gegensatz dazu werden Artikel, bei denen die Nachfrage weniger variiert, in
geografisch ferneren Fabriken hergestellt. Auch bei der Logistik überlässt Inditex nichts dem Zufall. Alle weltweit produzierten
Waren durchlaufen auf ihrem Weg von der Fabrik zum Kunden eines der zehn Logistikzentren von Inditex, die sich alle in Spanien
befinden. Dies hilft Inditex, stets die Endkontrolle über die auszuliefernden Waren zu behalten.
Als neuer Fixpunkt in der Strategie von Inditex gilt in den letzten Jahren die Etablierung von Online-Shops in den bereits er-
schlossenen Märkten. Diese sollen – ähnlich wie die traditionellen Schaufenster – die Kunden neugierig machen und mit
zusätzlicher Information versorgen. 2014 verfügten bereits 27 der insgesamt 88 Märkte über diese Möglichkeit des Ein-
kaufs. Tendenz steigend.