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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 3/2014
das Land schwer an der hohen Staatsverschuldung. Mit rund
129 Prozent am BIP Ende 2013 wurde ein neuer Negativre-
kord erreicht (2008: 72 Prozent). Wegen des geringen Wirt-
schaftswachstums wird diese Last nur sehr langsam abneh-
men und soll auch 2018 noch bei 114 Prozent liegen. Von Ent-
warnung kann daher noch nicht die Rede sein. Unter den
Strukturreformen hat das Land besonders die Reformen des
Arbeitsmarktes betrieben, die Verschlankung der Verwaltung
und Privatisierungen. Staatsanteile an verschiedenen Unter-
nehmen wurden veräußert, so an dem Energieversorger
Energias de Portugal EDP, dem nationalen Energienetzbetrei-
ber REN, der Erdölraffinerie Galp, dem Flughafenbetreiber
ANA, der Portugiesischen Post CTT und der Versicherung Cai-
xa Seguros.
Hohe Verschuldung der Unternehmen
Ein Risikofaktor und eineWachstumsbremse bleibt die nach Anga-
ben der portugiesischen Zentralbank zwar leicht zurückgehende,
aber immer noch sehr hohe Verschuldung der privaten Unterneh-
men (März 2014: 183,7 Prozent des BIP) und des verbleibenden
Staatsfirmensektors (26,8 Prozent). Frische EU-Mittel in Höhe von
25,2 Milliarden Euro sollen 2014 bis 2020 zu 35 Prozent in For-
schung und Entwicklung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und
Internationalisierung der Unternehmen fließen. Das zweite The-
menfeld ist soziale Eingliederung, Beschäftigung, Bildung und
Ausbildung. Es folgen Umweltschutz und effiziente Ressourcen-
nutzung. In der ablaufenden Förderperiode, aus der bis Ende 2015
noch fünf Milliarden Euro zu schöpfen sind, hat vor allem der Aus-
bau der Verkehrsinfrastruktur imVordergrund gestanden.
Portugal
sale de la recesión y del duro programa de reformas con una mejor com-
petitividad y unas finanzas más estables. La economía se va recuperando con len-
titud y volverá a crecer a partir de 2014. En mayo, el país pudo salir del rescate de
la UE y ya se financia solo. Sin embargo, los retos que quedan son enormes: una
deuda pública del 129 por ciento del PIB y una tasa de desempleo, superior al 15
por ciento, que afecta a demasiadas personas en edad laboral, sobre todo a los jó-
venes. El potencial para las empresas alemanas se encuentra en el sector de la fa-
bricación de maquinaria, el sector químico, la industria automovilística, el sector
eléctrico, el turismo y la industria agrícola.
SWOT-Analyse
Stärken
Schwächen
Motivierte Arbeitnehmer,
Kleiner Binnenmarkt
gutes akademisches Niveau
Hohe Produktivität in
Unbefriedigendes Schul- und
modernen Betrieben bei
Ausbildungswesen
niedrigen Lohnkosten
Gute Verkehrsinfrastruktur
Logistiknachteile durch
periphere Lage
Leistungsfähige Exportbetriebe Schwerfällige Bürokratie
und Justizwesen
Chancen
Risiken
Leistungsfähige Zulieferer
Hohe Staatsverschuldung
und Auftragsfertiger
Geschäftsmöglichkeiten
Unterkapitalisierung der
bei Exportfirmen
Unternehmen
Brückenfunktion zu afrikanischen Desillusionierung und
Wachstumsmärkten
Abwanderung der Jugend
Kooperation bei FuE sowie
Hohe Arbeitslosigkeit
Start-Ups
und Armut
Marktpotenzial für deutsche Unternehmen 2014
Maschinenbau
Nachfrage wächst durch Erneuerungsbedarf
und Erweiterungen.
Kfz
Die positive Trendwende beim Inlandsabsatz
hält 2014 an. Exporte nehmen zu.
Chemie
Binnenmarkt könnte sich beleben.
Einfuhren wie Ausfuhren auf Wachstumskurs.
Bau
Rückgang schwächt 2014 erheblich ab.
Impulse kommen aus Geschäfts- und Tiefbau.
Elektro
Einfuhren könnten sich 2014 erholen.
Wachstum auch bei technischen Konsumgütern.
IKT
Markt für IT nimmt leicht zu, der sich
konsolidierende Telekom-Sektor ab.
Umwelttechnik
Vereinzelte Projekte, aber aktuell durch
Fiskalkonsolidierung gebremst.
Medizintechnik
Merkliche Kürzungen im öffentlichen
Sektor durch anhaltende Sparzwänge.
Tourismus
Klarer Wachstumssektor mit beachtlichem
Wachstumspotenzial.
Agrarindustrie
Baut seineWettbewerbsfähigkeit mit
EU-Fördermitteln aus.
Fotos: Turismo de Lisboa
La economía portuguesa
vuelve a crecer
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