Revista-CCA-2-2016-fb - page 46

46
economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 2/2016
de Velasco und Valencia beziehungsweise der Gabelung bei Al-
bacete zu warten, eine Gesamtstrecke von 444 km.
Ebenfalls vor einigen Tagen haben wir eine andere Ausschrei-
bung von Adif für die Erneuerung der Oberleitung zwischen
Santa María de la Alameda und la Cañada auf der Strecke Ma-
drid / Hendaya gewonnen. Unsere Spitzentechnologie und
massive Investitionen in F&E haben es uns ermöglicht, Markt-
führer im Eisenbahnsektor zu werden und eine bedeutende
Rolle bei der Modernisierung des gesamten Verkehrsnetzes
zu spielen. Damit tragen wir dazu bei, den Reiseverkehr zu er-
leichtern, Entfernungen zu verkürzen und den Alltag der Bahn-
reisenden zu vereinfachen.
F&E-intensive Aktivitäten erfordern hoch qualifiziertes
Personal. Welche Besonderheiten würden Sie bei der Su-
che nach dieser Art von Personal auf dem spanischen
Arbeitsmarkt hervorheben?
Treibende Kraft für Innovation und Nachhaltigkeit sind immer
wir, die Individuen. Unsere Wissbegierde und unsere Kennt-
nisse sind es, die neue Möglichkeiten eröffnen und Innovation
erst möglich machen. Herzstück der Gesellschaft, der Unter-
nehmen und eines nachhaltigen Innovationsreichtums sind
immer Menschen. Sie geben Geschäftsmodellen und internen
Prozessen erst eine Gestalt und macht sie effizienter. Für Sie-
mens ist es daher wichtig, auf die Besten zu zählen. Ohne
unsere Mitarbeiter wären wir kein Unternehmen, sondern eine
Ansammlung von reiner Technologie.
Wie schon gesagt, Spanien kann hochqualifizierte Fachkräfte
in verschiedenen Fachgebieten vorweisen. Wir sind vor allem
für unsere Kreativität und unsere Managementkapazitäten be-
kannt. All das ergibt ein interessantes Puzzle, aus dem sich das
notwendige Talent zusammensetzt, um unsere große Nachfrage
nach Erfindungsreichtum und Innovation zu bewältigen.
Auf der Sollseite denke ich, dass wir noch einen weiten Weg
vor uns haben bei der Förderung der öffentlich-privaten Zusam-
menarbeit, zum Beispiel zwischen Universitäten und Unterneh-
men, um das Bildungssystem noch produktiver zu gestalten
und das Ingenieurwesen und die duale Ausbildung auszubauen.
Damit verbessern wir die Ausbildung der Jugend und bekämpfen
die Jugendarbeitslosigkeit.
Siemens ist einer der Pioniere der dualen Ausbildung in
Spanien. Welche Vorteile sehen Sie in dieser Art von Aus-
bildung und wie beurteilen Sie die Akzeptanz unter den
Unternehmen in Spanien?
Es ist bereits 20 Jahre her, dass wir das System der dualen Ausbil-
dung in Spanien implementiert haben – ein Konzept, das in Ländern
wie Deutschland oder Österreich bereits sehr gute Resultate erzielt
hat. Die duale Ausbildung voranzubringen ist, ohne Zweifel, ein
Schlüssel, umdie technische Ausbildung der Jugendlichen und ihre
Arbeitsmöglichkeiten zu verbessern. Für uns ist die Zusammenarbeit
zwischen denAusbildungsinstituten auf allenNiveaus und demUn-
ternehmen fundamental, um Profile zu formen, die perfekt auf die
speziellen Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnitten sind
und unsere Mission und unsereWerte teilen.
Erst vor einigen Wochen haben wir das Bewerbungsverfahren für
unser technisches duales Ausbildungsprogrammfür junge Europäer
geöffnet, das wir seit 2013 entwickeln und in dem wir bezahlte,
theoretisch-praktische Ausbildungen in Elektrizität und Elektronik
oder in Mechatronik anbieten. Nach Absolvierung der dreieinhalb-
jährigen Ausbildung, die im berufsbildenden Zentrum Werner von
Siemens, im Labor von
Siemens Professional Education
und in den
verschiedenen Standorten stattfindet, die wir in der deutschen
Hauptstadt halten, gliedern sich die Jugendlichen in dieBelegschaft
von Siemens in ihremHerkunftsland ein. Dazu müssen sie ihre Ab-
schlussprüfung erfolgreich absolvieren, die von der Industrie- und
Handelskammer (IHK) abgenommen wird.
Standort Spanien
1...,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45 47,48,49,50,51,52,53,54,55,56,...100
Powered by FlippingBook