Revista-CCA-2-2016-fb - page 29

Während 2015 die Zahl der Wohnungsverkäufe um 28,6 Pro-
zent auf 410.930 stieg, übertraf die Zahl der Hypotheken erst-
mals seit 2012 die Marke von 426.000. Dies bedeutet bei den
Hypotheken eine Erhöhung von 22,9 Prozent, wobei sich de-
ren durchschnittlicher Wert auf 113.766 Euro beläuft. Die Zahl
der bei den Baubehörden eingereichten Projekte und der Be-
stand an nicht verkauften Wohnungen legt ebenfalls Zeugnis
von der Erholung des spanischen Immobilienmarktes ab. So
stieg die Zahl der eingereichten Projekte 2015 um 29,2 Pro-
zent. Gleichzeitig ging der Bestand der nicht verkauften Woh-
nungen um 35,8 Prozent auf 433.583 zurück. Insgesamt stie-
gen nach der Studie „Servihabitat Trends“ die Wohnungsver-
kaufspreise 2015 um 2,6 Prozent, die durchschnittliche Jahres-
rentabilität beläuft sich zurzeit auf 9,1 Prozent. Diese insge-
samt positive Entwicklung konzentriert sich vor allem auf Spa-
niens Großstädte und die Mittelmeerküste.
Investitionen in Gewerbeimmobilien auf Rekordniveau
2015 war es jedoch nicht nur der Bereich der Wohnungsimmo-
bilien, sondern vor allem der Bereich der Gewerbeimmobilien,
der alle Rekorde brach. Großtransaktionen, wie der Verkauf
des Wolkenkratzers Torre Espacio oder des Gebäudes Gran Vía 32
in Madrid, repräsentieren ein Jahr mit historischen Umsätzen.
Nach dem Beratungsunternehmen CBRE stiegen die Investitio-
nen in Gewerbeimmobilien (Büros, Geschäftslokale, Einkaufs-
zentren, Hotels und Lagerhallen) auf 13 Milliarden Euro, im
Vergleich zu rund 10 Milliarden Euro im Vorjahr.
Für den spanischen Büromarkt errechnete das Immobilienun-
ternehmen Savills für 2015 eine Steigerung von 17 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt belief sich das Transaktions-
volumen bei Büros auf 3,33 Milliarden Euro – den höchsten
Wert seit 2009 –, wobei Madrid für 83 Prozent der Transaktio-
nen verantwortlich war. So wurde im Jahr 2015 in Madrid mit
616 Transaktionen das historische Mittel von 512 Transaktio-
nen weit übertroffen. Diesen Boom erklären sich Experten
durch die Rückkehr der Immobilienfonds auf den spanischen
Markt und den Erfolg der sogenannten REITs (Real Estate In-
vestment Trust – spanisch: SOCIMIS), Immobilien-Anlagevehi-
kel nach dem Vorbild etwa von Pensionsfonds, die breiteren
Anlegerkreisen Investments in Immobilien ermöglichen.
Defizit an harmonisierten Standards
Der Anteil ausländischer Investitionen von 49 Prozent allein am
Büroimmobilienmarkt in Madrid zeigt die Bedeutung internatio-
naler Akteure im spanischen Immobiliensektor. Im Hinblick auf
1...,19,20,21,22,23,24,25,26,27,28 30,31,32,33,34,35,36,37,38,39,...100
Powered by FlippingBook