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meisten verschuldeten Werten des IBEX gehören, ihre Fi-
nanzposition zu verbessern. Die wohl augenfälligste Konso-
lidierungsmaßnahme seit Anfang der Krise war die Reduzie-
rung der Beschäftigten, die zwischen 2008 und 2015 von 2,9
auf 1,2 Millionen zurückgingen. Auf dem Inlandsmarkt ist
diese Entwicklung noch nicht zu Ende, wie dies die kürzlich
eingereichten Sozialpläne bei Sacyr und FCC zeigen.
Wachstum im Ausland in den Bereichen Infrastruktur
und Transport
Die zunehmende Sättigung des spanischen Marktes schon
vor Ausbruch der Krise und die Notwendigkeit nach Folge-
projekten ähnlicher Größenordnung veranlassten die spa-
nischen Bauunternehmen bereits vor 2008, sich stärker
auf den Auslandsmärkten zu engagieren. Das Bauunter-
nehmen OHL generierte beispielsweise bereits 2007 die
Hälfte des Umsatzes im Ausland. Acht Jahre später erreich-
te das Auslandsengagement von OHL 80 Prozent des Ge-
samtumsatzes der Unternehmensgruppe. Das Unterneh-
men ACS, mittlerweile Marktführer unter Spaniens Bauun-
ternehmen bei Infrastrukturprojekten, wählte bei der Ex-
pansion ins Ausland den Weg des Zukaufs von ausländi-
schen Firmen wie der deutschen Hochtief. Noch 2006 war
der Auslandsmarkt bei einem Gesamtumsatz von 12 Milliar-
den Euro für 16 Prozent des Umsatzes verantwortlich, 2015
waren das mit 35 Milliarden Euro 84 Prozent.
Ähnlich sieht es bei den anderen Baukonzernen wie Sacyr, Ac-
ciona, Ferrovial, Indra, Iberdrola und FCC aus, die ihren strate-
gischen Fokus für das nächste Jahrzehnt vor allem auf den
Auslandsmarkt verlagern und hierbei stark in Richtung des
amerikanischen Kontinents gehen. Zum heutigen Tag führt La-
teinamerika mit 37 Prozent aller Auslandsaufträge die Liste
der Zielmärkte an, gefolgt von der Europäischen Union mit 19
Prozent, Nordamerika mit 13 Prozent und dem Nahen Osten
mit 10 Prozent. Hinsichtlich der Wachstumsraten bei Neuauf-
trägen sind es aber vor allem Nordamerika mit 250 Prozent
und Ozeanien mit 80 Prozent, welche die Liste anführen, ge-
folgt von Lateinamerika und Asien. Hierbei sind es in erster Li-
nie Projekte aus den Bereichen Transport und Infrastruktur,
bei denen spanische Unternehmen aufgrund ihres technologi-
schen Know-hows und ihrer Erfahrung zum Zug kommen, aber
auch in den Bereichen Energie und Umwelt.
Neben dem bereits erwähnten Aushängeschild Panamakanal
sind es die U-Bahn-Projekte in Lima (ACS, FCC: 3,9 Mrd. Euro),
Panama City (FCC: 1,6 Mrd. Euro), Quito (Sacyr: 1,4 Mrd. Euro)
und Riad (FCC: 6 Mrd. Euro), welche die Führerschaft der Spanier
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