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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 5/2015 – 1/2016
Laut einer Umfrage der AHK Spanien trägt jedes dritte deutsche
Unternehmen in Spanien gleichzeitig die Verantwortung für die
Aktivitäten der Unternehmensgruppe in Portugal. Der folgende
Artikel informiert über die aktuelle Lage im Nachbarland.
Zahlungsmoral
in Portugal
Portugal hat nach drei Jahren den Euro-Rettungsschirm imMai 2014 zwar offiziell
verlassen können, der Reformweg ist damit aber keineswegs abgeschlossen.
Die Gesamtsumme der bis Ende August 2015 an Unternehmen ausbezahlten
Kredite belief sich auf rund 85 Mrd. Euro. Etwa 16,6 Prozent dieser Darlehen
wurden zum Stichtag nicht zurückgezahlt. Für 2015 prognostiziert das
Vorhersagemodell der Coface-Wirtschaftsexperten einen weiteren
Rückgang der Insolvenzen im Lande um 16 Prozent.
Roland Lorenz,
Germany Trade & Invest
hat den Euro-Rettungs-
schirm im Mai 2014 verlassen, steht
aber weiterhin vor großen Heraus-
forderungen bei der Konsolidierung
der Wirtschaft und des Finanzwe-
sens. Ein Problem bleibt die hohe
Verschuldung des Landes. Die
Staatsverschuldungsquote aus der
Maastrichtperspektive ist nach An-
gaben der Portugiesischen Natio-
nalbank von gut 96 Prozent (2010)
auf rund 130 Prozent (2014) des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) geklettert.
Sie hat im März 2015 mit 130,4 Pro-
zent ihren Höhepunkt erreicht und
sank bis Juni 2015 auf 128,7 Prozent,
ist damit aber immer noch eine der
höchsten in Europa. Die EU-Kom-
mission rechnet mit einem Rück-
gang auf 121,3 Prozent bis 2017. Im
Sommer 2014 hatte die Beinahe-
Pleite der Großbank Banco Espirito
Santo das Land zusätzlich ins Zittern
gebracht. Der portugiesische Staat
wickelte die Bank ab, indem er sie in
eine "Good Bank" und eine "Bad
Bank" spaltete. Die gesunden Ge-
schäftsbereiche gingen in die neue
Portugal