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investiert und sich auf den Wachstumsmärkten China, Russ-
land und den USA etabliert. Mit 120 Produktionsanlagen in 25
Ländern weltweit befindet sich auch die Antolín-Gruppe auf
Erfolgskurs. Dank eines Rekordumsatzes von fast 2,7 Milliar-
den Euro plant das Familienunternehmen aus Burgos 2014
fünf weitere Werke in Valencia, Gujarat (Indien), Missouri
(USA), Sibiu (Rumänien) und Wuhan (China) zu eröffnen.
Auch zahlreiche deutsche Zulieferer sind erfolgreich in Spa-
nien vertreten, darunter Borgers, Brose und die Dr. Schnei-
der Unternehmensgruppe, um nur einige wenige Beispiele
zu nennen. Der Präsident von BMW, Norbert Reithofer, kün-
digte auf einer Veranstaltung in Madrid im Juli an, dass der
Konzern im laufenden Jahr verstärkt im spanischen Beschaf-
fungsmarkt sourcen werde. Demnach wird BMW sein Ein-
kaufsvolumen in Spanien um 30 Prozent erhöhen, von 320
Millionen im Jahr 2013 auf 420 Millionen Euro 2014.
Starke Exportorientierung
Ein dritter Grund für die Zuschläge der letzten Jahre ist laut
Anfac die Tatsache, dass in Spanien eine große Diversifikation
sowohl im Herstellungsportfolio als auch hinsichtlich der Ab-
satzmärkte erreicht worden ist. So würden in Spanien von
Pkw, SUV und 4WD über leichte und schwere Nutzfahrzeuge
bis hin zu Autobussen, Hybrid- und Elektrofahrzeugen die
gesamte Automobilfertigung abgedeckt. Hauptabsatzmarkt
der Branche ist zwar nach wie vor die EU mit den vier Haupt-
märkten Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Ita-
lien, die insgesamt 74 Prozent der Exporte auf sich vereinen,
doch die wirtschaftliche Schwäche in einigen dieser Länder
hat die Bedeutung anderer Märkte gestärkt. Neben den USA
sowie der Türkei, Russland und Israel spielt vor allem der
nordafrikanische Markt eine immer wichtigere Rolle. 87 Pro-
zent der spanischen Automobilproduktion wird exportiert.
Damit hält die Branche 16 Prozent der gesamten spanischen
Exporte und belegt nach der Investitionsgüter- und Lebens-
mittelindustrie Platz drei.
Impulsgeber für die Beschäftigung
Direkt und indirekt beschäftigt die spanische Automobilbran-
che 1,8 Millionen Arbeitnehmer. In den 19 spanischen Werken
waren 2013 insgesamt 58.600 Mitarbeiter beschäftigt. Wäh-
rend im vergangenen Jahr etwa 1.700 neue Arbeitsplätze ge-
schaffen wurden (+3 Prozent), hat sich die Anzahl der neu
abgeschlossenen Verträge im ersten Quartal 2014 bereits
mehr als verdreifacht (6.000). Allein Opel kündigte an, bis
2015 in seinem Werk in Figueruelas (Zaragoza) mehr als
1.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Seat informierte im Juli,
in seinem Werk in Martorell bei Barcelona 250 Leiharbeiter
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