economía_septiembre_octubre_2013 - page 36

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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 3/2013
Standort Spanien
Betriebsgröße im internationalen Vergleich
(Anteile in Prozent an der Gesamtunternehmenszahl im Land)
Zahl der Mitarbeiter
Spanien Deutschland Frankreich
Italien Portugal
UK
1-9 (mikro)
93,8
83,2
93,0
94,6
94,1
89,6
10-49 (klein)
5,4
13,7
5,9
4,8
5,0
8,5
50-249 (mittel)
0,7
2,6
0,9
0,5
0,7
1,5
Über 250 (groß)
0,1
0,5
0,2
0,1
0,1
0,4
Anteil der Großunternehmen niedrig
Spanien weist im Vergleich zu den betrachteten Handelspart-
nern einen deutlich geringeren Anteil von Großunternehmen auf.
Dies fällt vor allem gegenüber Deutschland und Großbritannien
ins Auge, wo dieser Unternehmenstyp rund 50 Prozent der BWS
erbringt. In Spanien müssen Groß- und Mittelunternehmen zu-
sammengerechnet werden, um zu dieser Quote zu kommen. So
stellt die Studie fest, dass Spanien bei einer Unternehmens-
struktur wie Deutschland einen Produktivitätszuwachs um etwa
13 Prozent aufweisen könnte. Die Untersuchung kommt zum
Ergebnis, dass der Typ des mittelgroßen Unternehmens in
Spanien mit durchschnittlich 97 Beschäftigten dem statisti-
schen Durchschnitt in der EU mit 99,5 Beschäftigten sehr nahe
kommt. Gleichzeitig zeigten sich die Unternehmen dieses Typs,
die die Krise im Zeitraum 2007 bis 2011 überlebt haben, ge-
stärkt. So habe im statistischen Durchschnitt gerechnet die Zahl
der Beschäftigten um 1,1 Personen zugenommen, das Aktivver-
mögen habe sich um 9,2 Millionen Euro erhöht und die Umsätze
seien um 3,6 Millionen Euro angestiegen.
Kritische Masse
erleichtert das Eingehen von Part-
nerschaften
Die Studie plädiert daher, wie auch die Sprecher auf der Presse-
konferenz eindringlich darlegten, für Förderungen zur Stärkung
der mittelgroßen Unternehmen sowie für Maßnahmen, die darauf
abzielen, diese Unternehmensgröße zu erreichen. Namentlich die
Unternehmensgröße mit 100 und 250 Mitarbeitern weise im Ge-
samtrahmen die notwendige „kritische Masse“ auf. Dieser Typ ha-
be zudem bei den entsprechenden Unternehmen eine wahrnehm-
bare Marktposition und Verhandlungsmacht. Diese ermögliche ih-
nen einen einfacheren Zugang zur Kreditwirtschaft (unter ande-
rem Stärkung der Eigenkapitalbasis, Verbesserung der Finanzie-
rungsmöglichkeiten, Vermeidung von Liquiditätsengpässen), er-
laube ihnen erhöhte Investitionen in Maschinen und Mitarbeiter,
vermehrte Ausgaben in Forschung, Entwicklung und Innovation
und eine stärkere Ausrichtung auf Auslandsmärkte, mit wachsen-
der Exportorientierung und Internationalisierung. Zudem sei die-
ser Betriebstyp für ausländische Unternehmen als Partner interes-
santer, sei es als Zulieferant, sei es als Auftragsfertiger, sei es als
strategischer Partner für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
All dies sei dem in Spanien dominanten Betriebstyp (Mikro- und
Kleinunternehmen) verwehrt oder nur sehr schwer möglich.
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