economía_septiembre_octubre_2013 - page 15

„Global Sourcing
bedeutet heute nicht nur, weltweit
aktiv zu sein. Das Heben ungenutzter Potenziale vor der Haustür
ist mindestens genauso wichtig“, betont Dr. Holger Hildebrandt,
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft,
Einkauf und Logistik e.V. (BME). Dazu zählten auch enge Ge-
schäftskontakte zu den Ländern Südeuropas. Nachdem Portugal
2012 Partnerland auf dem 47. BME-Symposium Einkauf und Logis-
tik in Berlin war, stellt sich in diesem Jahr Spanien vom 13. bis 15.
November den 2.200 Einkäufern und Logistikern in der Bundes-
hauptstadt vor. Die hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation
wird angeführt vom spanischen Botschafter in Deutschland, Pablo
García-Berdoy, und Vertretern der AHK Spanien. Die deutschen Ge-
sprächspartner erhalten einen detaillierten Überblick über das Po-
tenzial des spanischen Beschaffungsmarktes sowie über
die dort vorhandenen Kooperationsmöglichkeiten mit ein-
heimischen Lieferanten.
Der Besuch des BME-Kongresses in Berlin knüpft an eine
BME-Visite im Oktober 2012 an. Damals reisten sieben
Einkaufschefs unter Leitung von BME, AHK Spanien und
Bundeswirtschaftsministerium zu intensiven Matchma-
king-Gesprächen mit rund 70 spanischen Unternehmen
nach Madrid. Ihr Ziel: Neue Möglichkeiten für Lieferpart-
nerschaften in Spanien auszuloten und sich ein Bild über
das aktuelle Leistungsvermögen spanischer Betriebe zu
verschaffen.
Die Einkaufschefs zeigten sich mit den Ergebnissen der Wirt-
schaftsgespräche sehr zufrieden: Für Johann Meier vom Stutt-
garter Unternehmen Mahle Filtersysteme ist der Sourcing-Markt
Spanien nicht neu. „Nordspanien verfügt über eine starke tech-
nologische Basis“, unterstreicht Meier. „Im Zuge der jetzt einge-
führten Reformen sehen wir, dass die Wettbewerbsfähigkeit
spanischer Lieferanten sich wieder verbessert und deshalb prü-
fen wir, ob wir in größerem Umfang spanische Unternehmen
einsetzen können.“ Bei einigen Gesprächen bat er sogar um
längere Zeitfenster: „Mit zwei Firmen stehen wir im Nachgang
im engeren Kontakt. Wir haben Anfragen gestellt und werden
uns vermutlich die Unternehmen kurzfristig anschauen.“
Foto: Bosch
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