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economía
HISPANO-ALEMANA
mayo/junio/julio 2013
Kommunen und autonome Gebietskörper-
schaften in Spanien haben mittlerweile mehr
als zehn Milliarden Euro überfälliger Schul-
den gegenüber ihren Dienstleistern, zu wel-
chen größere Unternehmen gehören, unter
anderem im Gesundheits- und Erziehungsbe-
reich, aber auch kleinere Unternehmen, wie
auch Selbständige. Insbesondere bei letzte-
ren ist die Lage – im Hinblick auf deren Liqui-
ditätsverlust – verheerend: Kleine und mit-
telgroße Unternehmen, gegenüber denen
Schulden in Höhe von knapp fünf Milliarden
bestehen, mussten in der Vergangenheit
durchschnittlich 161 Tage auf ihr Geld war-
ten. Beinahe jedes vierte dieser Unterneh-
men (23,6 Prozent) wird erst nach über
einem Jahr bezahlt, eine Begleichung der
Forderung nach nicht mehr als 90 Tagen er-
folgt nur in 11,8 Prozent der Fälle.
Durchschnittlich werden fällige Forderungen
von der staatlichen Verwaltung innerhalb
von 72 Tagen, von den autonomen Gebiets-
körperschaften innerhalb von 139 Tagen, und
von den Stadtverwaltungen innerhalb von
178 Tagen bezahlt. Lorenzo Amor, Präsident
der nationalen Vereinigung der Einzelunter-
nehmer (ATA), führt zu dieser Lage an, dass
es in einem Land, welches auf anderen Märk-
ten, den Bürgern gegenüber und in Europa
als glaubwürdig auftreten will, nicht sein
könne, dass dessen öffentliche Verwaltung
über fünf Monate für die Begleichung offener
Forderungen benötige. In Umsetzung der EU-
Richtlinie 2011/7/EU zur Bekämpfung von
Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr beträgt
Ö F F E N T L I C H E S R E C H T
Spanien legt Zahlungsplan vor
Die spanische Regierung verabschiedet einen Zahlungs-
plan zum Ausgleich von Forderungen, die gegenüber der
öffentlichen Hand bestehen.