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Wirtschaftlich schrieb Portugal zur Jahresmitte gleich eine

ganze Reihe von guten Nachrichten. Der Indikator der

Wirtschaftseinschätzung (ESI) kletterte im 1. Quartal auf ein

Neunjahreshoch und zeigte ein hohes Vertrauen in Industrie,

Dienstleistungssektor, Baugewerbe, Einzelhandel und bei den

Verbrauchern an. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) überraschte

mit einem realen Zuwachs von 2,8 Prozent gegenüber dem

1. Quartal 2016. Einen solchen Wachstumssprung hatte es

zuletzt 2007 in einem Quartal gegeben. Die Erholung auf

wichtigen Märkten im Verbund mit der in der Krise

zurückgewonnenen Wettbewerbsfähigkeit beflügelt Exporte

und Anlageinvestitionen.

Bei anhaltend geringerem Takt der Importe könnten die

Nettoexporte positiv zu Buche schlagen. Im 1. Quartal 2017 war

das mit 0,5 Prozentpunkten der Fall. Die Binnennachfrage wächst

verhaltener als 2016, aber robust, da alle ihre Komponenten im

Aufwind sind. Dadurch beschleunigt sich das bislang moderate

Wachstumstempo, das Portugal nach zwei Rezessionstälern seit

Mitte 2013 erlebt. Während die EU-Kommission in ihrer

Frühjahrsprognose das BIP 2017 und 2018 noch real um 1,8

Prozent und 1,6 Prozent wachsen sieht, war Portugals Zentralbank

im Juni mit jeweils 2,5 und 2,0 Prozent deutlich optimistischer.

Preisbereinigt wird die volkswirtschaftliche Gesamtleistung den

Vorkrisenstand aber wohl erst 2019 eingeholt haben.

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economía

HISPANO-ALEMANA

Nº 4/2017

Laut einer Umfrage der AHK Spanien trägt jedes dritte deutsche

Unternehmen in Spanien gleichzeitig die Verantwortung für die

Aktivitäten der Unternehmensgruppe in Portugal. Der folgende

Artikel informiert über die aktuelle Lage im Nachbarland.

Miriam Neubert,

Germany Trade & Invest

WirtschaftsausblickPortugal:

AusgewogeneresWachstum

undmehr Schwung

Portugals Wirtschaftswachstum legt 2017 einen Gang zu, da sich die Auslandsnachfrage und die

Anlageinvestitionen der Unternehmen sehr dynamisch entwickeln. Die Zentralbank geht von einer

Ausweitung des Bruttoinlandproduktes um2,5 Prozent aus. Etwas verhaltener nimmt der private Verbrauch

zu. Der graduelle Abbau der hohen externen Verschuldungsrate setzt sich fort. Vertrauensbildend wirkt,

dass die EU das exzessive Defizitverfahren gegen Portugal im Juni 2017 einstellen konnte.