economia_4_2014 - page 59

59
economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 4/2014
wie Zentralbankgouverneur Carlos da Silva Costa vor dem
Haushaltsausschuss des Parlaments am 7. August betonte, an
erster Stelle die Aktionäre sowie nachrangige Gläubiger der
BES und an zweiter Stelle der Finanzsektor selbst. Denn auch
im Fall der Brückenbank übernimmt nicht der Staat die finan-
zielle Verantwortung, etwa durch eine Nationalisierung oder
eine direkte Kapitalspritze. Die entscheidende Rolle spielt viel-
mehr der erst 2012 gegründete portugiesische Bankenabwick-
lungsfonds (Fundo de Resolucao), der durch 85 portugiesi-
sche Banken und Finanzinstitute getragen wird. Er soll die
Bank Novo Banco flott kriegen, sie mit 4,9 Milliarden Euro an
Gesellschaftskapital ausstatten und so bald wie möglich ver-
kaufen. Da der erst 2012 gegründete Fonds nur 367 Millionen
Euro umfasste, hat der Staat zugesagt, ihn durch einen ver-
zinsten Kredit aufzustocken. Ursprünglich war von 4,4 Milliar-
den Euro die Rede, die aus nicht abgerufenen Mitteln des Troi-
ka-Hilfskredits für den portugiesischen Finanzsektor stam-
men. Die Troika - bestehend aus EU-Kommission, Europäi-
scher Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) -
hatte Portugal in der Krise ab Mai 2011 ein Finanzierungspaket
von insgesamt 78 Milliarden Euro bereit gestellt, darunter
zwölf Milliarden Euro für den heimischen Finanzsektor. Hier-
von stehen noch 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung.
Stabilität des nationalen Finanzsystems wurde aufs
Spiel gesetzt
Der aus diesen Mitteln gewährte öffentliche Kredit an den
Bankenabwicklungsfonds wird sich auf 3,9 Milliarden Euro
verringern, wie Finanzministerin Maria Luís Albuquerque auf
derselben Anhörung im Parlament erklärte. Der Finanzsektor,
vor die ungewohnte Aufgabe gestellt, für einen angeschlage-
nen Konkurrenten geradezustehen, wird den Umfang des Ab-
wicklungsfonds auf eine Milliarde Euro aufstocken. Er will
auf diese Weise die Kosten der staatlichen Kreditlinie senken
und einen schnellen Verkauf der Novo Banco ermöglichen.
Den gewählten Weg der Abwicklung begründet die Zentral-
bank damit, dass die bekannt gewordenen Verluste und die
wachsenden Unsicherheiten der Bank den Weg zu einer kurz-
fristigen Lösung durch private Kapitalisierung ungangbar ge-
macht hätten. Durch die Relevanz der Institution innerhalb
des Bankensystems und der Finanzierung der Wirtschaft Por-
tugals hätten diese Probleme die Stabilität des nationalen Fi-
nanzsystems aufs Spiel gesetzt.
No habían pasado tres meses
desde la salida de Portugal
del programa de rescate de la UE cuando se le abrió un nuevo
frente: resolver la crisis del tercer grupo bancario del país, el
Banco Espíritu Santo (BES), de tal modo que no afectará a la
recién recobrada confianza en la economía y capacidad finan-
ciera del país. Por lo tanto, el contribuyente no debería correr
con los gastos, según recalcó el Gobernador del Banco Central,
Carlos da Silva Costa, ante la comisión presupuestaria del Par-
lamento el pasado 7 de agosto, sino los accionistas, los acreedores
del BES y el sector financiero.
De esta forma no es el Estado el que asume la responsabilidad
por medio de una nacionalización o inyecciones directas de ca-
pital. El papel principal lo desempeñará el Fondo de Resolución
creado en Portugal en 2012 y que es sustentado por 85 bancos
e institutos financieros del país. Este fondo deberá poner a
punto el banco malo, Novo Banco, resultante de los activos tó-
xicos del BES, dotarle con 4.900 millones de capital social y
venderlo lo antes posible.
Portugal abre
nuevos caminos
para la liquidación
de la banca
1...,49,50,51,52,53,54,55,56,57,58 60,61,62,63,64,65,66,67,68,69,...84
Powered by FlippingBook