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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 4/2013
GMV: Spanische Raumfahrttechnik
für irdische Anwendungen
Das spanischeUnternehmenGMV
ist führender Anbieter vonRaumfahrttechnologie. ImJahr 2013beschäftigeGMVweltweit 1.112Mitar-
beiter und verzeichnete einen Umsatz von 109,2 Millionen Euro. Neben Deutschland und Spanien ist GMV in neun Ländern präsent, unter
anderem in denUSA und Asien.
ImInterviewmit ECONOMÍAsprachMónicaMartínezWalther,TochterdesUnternehmensgründersundseit 2001 LeiterinvonGMV, überdiezahl-
reichen Vorzeigeprojekte des Unternehmens. GMV ist einer der wichtigsten Auftragnehmer der EuropäischenWeltraumorganisation ESA und
dementsprechend auch an einem der spektakulärsten Projekte der Raumfahrtgeschichte beteiligt: der laufenden Satellitenmission der Euro-
päischenWeltraumorganisation „Rosetta“. Nach zehnjähriger ReiseerreichtedieRaumsondeRosetta imAugust 2014dieUmlaufbahndesKo-
metenTschuri, wo die Sonde einMini-Labor absetzen soll, die erste Landung auf einemKometen überhaupt.
Die für dieRaumfahrt entwickelten technischen Lösungen vonGMV kommen auch auf der Erde zumEinsatz. So liefert dasUnternehmenÜber-
wachungssysteme, Informations- undKommunikationstechnologien, Ciber-Sicherheit, zumBeispiel fürdenFinanzsektor, undLösungen fürdas
Gesundheitswesen. Letzteres gehört zu den jüngeren Anwendungsgebieten, in denen die Technologie von GMV in der Chirurgie und der Tele-
medizin - unter anderem in Kindergärten - präsent ist. „DieWachstumsaussichten sind für alle unsere Geschäftsfelder sehr vielversprechend“,
sagtMónicaMartínezWalter. „Vor allemdie intelligentenSysteme für einennachhaltigenundeffizientenTransport stellen für unseingroßes in-
ternationalesWachstumspotenzialdar.“SoistGMVbeiSystemenfürdasöffentlicheFuhrparkmanagementMarktführerinSpanienundexportiert
die Systemeweltweit.
DiePräsenz inDeutschland ist für dieHalbdeutscheAusdruckder internationalenWettbewerbsfähigkeit desUnternehmens, dasvonBeginnan
mit europäischen Konzernen konkurrierte. Noch im Gründungsjahr 1984 erhielt das Unternehmen GMV, das damals aus drei Mitarbeitern
bestand, den ersten Auftrag vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt, womit der Grundstein für die bis heute enge
Beziehung zur deutschen und europäischen Luft- und Raumfahrt gelegt wurde. „Für viele unserer spanischen Mitarbeiter war Darmstadt die
erste Berufsstation außerhalb Spaniens sowie die ersteMitarbeit in europäischen Projekten und internationalenTeams“, soMartínez.