economía mayo_junio_julio - page 58

Dr. Georg Oster, Repräsentant der Germany Trade & Invest GmbH
für Spanien und Portugal
La CámaraAlemana informa
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economía
HISPANO-ALEMANA
mayo/junio/julio 2013
Europäische Energiepolitik muss
stärker koordiniert werden
Die europäische Energiepolitik muss auf allen Ebenen eine deutlich stärkere Koordination erfahren.
Wichtig sind darüber hinaus klare Rahmenvorgaben und langfristigen Zielsetzungen, um den
Entscheidungsträgern und Investoren Planungssicherheit zu geben. Dies ist die Quintessenz des
Deutsch-Spanischen Energieforums, zu dem die Deutsche Botschaft Madrid am 25. April in die
spanische Hauptstadt geladen hatte.
einer dreitägigen Veran-
staltungsreihe der Deutschen Botschaft
Madrid gemeinsam mit der Deutschen
Zentrale für Tourismus und dem Verein
Deutsches Küstenland fand am 25. April in
der Residenz des Botschafters das
Deutsch-Spanische Energieforum unter
dem Leitspruch „Strom verbindet“ statt.
An ihm nahmen namhafte Vertreter aus
Wirtschaft und Politik teil. Wie Botschafter
Reinhard Silberberg in seiner Einführung
darlegte, hätten Deutschland und Spanien
sich im Einklang mit den EU-Verpflichtun-
gen dafür entschieden, den erneuerbaren
Energien einen größeren Raum bei der
Stromerzeugung zu geben. Daraus resul-
tierten aber eine Reihe von Fragestellun-
gen, so unter anderem: Wie hoch sind die
Kosten des Energiewechsels und wer trägt
sie? Welcher Preis ist für die Stromerzeu-
gung erforderlich, welcher sozial verträg-
lich? Gibt es einen richtigen Mix?
Der Generaldirektor für Energiepolitik im
Ministerium für Industrie, Energie und
Tourismus, Jaime Suárez Pérez-Lucas, be-
tonte in seinemVortrag das Ziel, einen eu-
ropäischen Elektrizitätsmarkt zu schaffen,
der funktionsfähig, verbunden und inte-
griert sei, damit ab 2014 Strom und Gas
ungehindert fließen können. Auf die Errei-
chung dieser Zielsetzungen sei die spani-
sche Energiepolitik ausgerichtet. Er
verwies in diesem Zusammenhang auf die
Schwierigkeit der Integration der erneuer-
baren Energien in ein Verbundsystem. Die
Iberische Halbinsel habe gegenwärtig er-
hebliche Probleme, mehr erneuerbare
Energien zu integrieren. Er erläuterte dies
durch einige Zahlenbeispiele: Im bisheri-
gen Jahresverlauf entfielen 48,2 Prozent
der gesamten Elektrizitätserzeugung auf
Als Teil
Von l. nach r.: Paul van Son, Geschäftsführer Desertec Industrial Initiative, Karl Uecker, Geschäftsführer von Siemens HDVC business, der deutsche Botschafter Reinhard
Silberberg, Dr. Kirsten Westphal von der Stiftung Wissenschaft und Politik, der spanische Botschafter Pablo García-Berdoy, José Antonio Guillen,
Direktor für strategische Planung von Gas Natural Fenosa, Santiago Seage, Präsident Abengoa Solar und Carlos Sallé, Direktor für strategische Planung von Iberdrola
1...,48,49,50,51,52,53,54,55,56,57 59,60,61,62,63,64,65,66,67,68,...100
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