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economía
HISPANO-ALEMANA
mayo/junio/julio 2013
Konsum
Merkliche Auswirkungen zeitigt die Krise auf die Konsumneigung
der Verbraucher. Zwischen 2008 und 2012 ging der private Ver-
brauch um real 1,5 Prozent p.a. zurück. Im staatlichen Bereich
waren zwar bis2010nochZuwächse zuverzeichnen, allerdings sind
nun kräftige Einbrüche zu beobachten (2011: -0,5 Prozent und
2012: -3,7 Prozent). Darüber hinaus wirkt sich die Krise stark
auf das private Konsumverhalten aus, wie die Erhebungen im
Einzelhandel eindeutig nachweisen. Für diese Entwicklungen
sind ungewisse Zukunftsaussichten, Sorge um den Arbeits-
platz sowie die hohe Arbeitslosigkeit die Ursachen. Rund 1,9
Millionen Haushalte sind ohne jegliche Erwerbseinkommen.
Standort Spanien
Stärken
Politische Stabilität der Zentralregierung und mutige Inangriff-
nahme der Strukturreformen.
Gute Infrastruktur und z.T. technologisch-industriell exportstarke
Unternehmen.
Lohn- und Gehaltsdämpfung und starker Produktivitätsanstieg
schaffen Wettbewerbsvorteile.
Internationalisierung von Großunternehmen, global engagierte
Großbanken.
Markt von 47 Millionen Verbrauchern.
Chancen
Made in Germany
unverändert wichtiger Erfolgsfaktor.
Nischen-Technologien weiterhin gefragt.
Auf mittlere Sicht Investitionen im FuE-Bereich aufgrund des beste-
henden Nachholbedarfs.
Fortbestehender Modernisierungsbedarf der Betriebsausrüstungen.
Zunehmende Verflechtung mit Portugal und Ausbau der
Brücken-
funktion
nach Iberoamerika und Nordafrika.
Schwächen
Hohe Arbeitslosigkeit, stark rückläufige Binnennachfrage und
wachsende Sozialprobleme.
Nur langsamer Abbau der hohen Verschuldung von Unternehmen
und Privathaushalten; weiter ansteigende Staatsverschuldung.
Schwierigkeiten im Fiskalbereich, die vereinbarten Defizitquoten
zu erreichen.
Probleme im Erziehungswesen und in der Berufsausbildung.
Niedrige F+E-Investitionen und schwache Exportausrichtung der KMUs.
Risiken
Einbruch der Binnennachfrage und gedrückte Auslandsnachfrage
verlängern Rezession.
Je länger die Umstrukturierung des Finanzsektors (u.a. Abschrei-
bungsbedarf) dauert, desto länger hält die Kreditklemme an und
verzögert damit die Chance der wirtschaftlichen Wiederbelebung.
Fiskalprobleme und Finanzierungsbedarf bergen Potenzial für an-
haltend kritische internationale Beurteilungen.
Turbulenzen der europäischen Staatsschulden- und Euro-Krise
stellen weiterhin Gefahr für Spanien dar.
Internationale und nationale Finanz- und Wirtschaftskrise gefähr-
det bisherige Bemühungen der wirtschaftlichen Neuausrichtung
sowie den erreichten Wohlstand.
SWOT-Analyse
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