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economía

HISPANO-ALEMANA

Nº 2/2017

Wie zielstrebig und nachhaltig deutsche Unternehmen in Spa-

nien Fuß gefasst haben, davon zeugt die Selbstverständlich-

keit, mit der Spanier heute von führenden deutschen Marken

wie Bayer, Siemens, Bosch, Volkswagen, Mercedes-Benz, Aldi

oder Lidl sprechen, die täglich auch in Spanien ein Stück Le-

bensqualität bedeuten. Die Entwicklung dieser (und vieler an-

derer) Marken in Spanien illustriert der Bericht „Beschäfti-

gungsbilanz deutscher Unternehmen in Spanien”, herausge-

geben von der Abteilung Market Research des Consultingun-

ternehmens Kreab

(www.kreab.com/madrid)

.

Eindrucksvolle Beschäftigungszahlen,

nachhaltigeQualität

Die Beschäftigungszahlen in Spanien in den letzten fünf Jah-

ren lassen sich nicht darstellen, ohne auf die Wirtschaftskrise

und die damit einhergehende Unsicherheit Bezug zu nehmen.

Eine Analyse stabiler Beschäftigungsnischen in diesem Zeit-

raum weist auf die positive Entwicklung deutscher Unterneh-

men in Spanien hin. Diese haben laut Angaben der Bundes-

bank in den letzten Jahren rund 206.000 Personen in mehr als

1.300 Unternehmen ab einer Bilanzsumme von 3 Millionen

Euro der verschiedensten Wirtschaftssektoren beschäftigt.

Laut einer Erhebung des spanischen Nationalen Instituts für

Statistik (INE), die 26 Branchen berücksichtigt, aber alle Un-

ternehmensgrößen berücksichtigt, sind es 168.000 Beschäf-

tigte in 2.020 deutschen Filialen.

Deutsche Niederlassungen in Spanien

Mehr als 2.000 Unternehmen – diese Zahl platziert Deutsch-

land mit den meisten Niederlassungen in Spanien vor alle an-

deren Länder, gefolgt von Frankreich (1.458) und den USA

(1.177). Das bedeutet, dass jedes fünfte ausländische Unter-

nehmen, das in unserem Land präsent ist, seinen Hauptsitz in

Deutschland hat.

Die deutsche Unternehmensstruktur in Spanien ist, nach

Branchen gesehen, in allen Tätigkeitsbereichen (Produktion

und Dienstleistung) umfassend. Die indirekte Beschäftigung

kann auf 750.000 Arbeitsplätze beziffert werden, wobei die

Relation der direkten zur indirekten Beschäftigung in be-

stimmten Produktionssegmenten, insbesondere der Automo-

bil- und der pharmazeutischen Industrie, weit höher liegt als

in anderen. Nach Angaben des auf makroökonomische Indika-

toren und internationale Investition spezialisierten Consul-

ting-Unternehmens Content First Ltd. entspricht in diesen

Branchen jeder direkt Beschäftigte wenigstens fünf oder

sechs indirekt Beschäftigten, vor allem der Einbindung lokaler

Lieferanten wegen, die Rohmaterial oder für die Produktions-

kette hergestellte Elemente zuliefern.

Bezüglich der Qualität dieser nachhaltigen Beschäftigung

durch deutsche Unternehmen in Spanien ist hervorzuheben,

dass die durchschnittlichen Lohnnebenkosten pro Arbeitneh-

mer 44.200 Euro im Jahr betragen, was einem Beitrag zur Sozi-

alversicherung von etwa drei Milliarden Euro gleichkommt

(Nationales Institut für Statistik INE, Personalausgaben 2014).

Andererseits übersteigen diese durchschnittlichen Lohnne-

benkosten deutlich die durchschnittlichen 30.643 Euro spani-

scher Unternehmen im Jahr (der Industriesektor erreicht

36.589 Euro pro Jahr).

Die geografische Verteilung der Beschäftigung, die von den

deutschen Unternehmen in Spanien geschaffen wird, konzen-

triert sich einer Erhebung der AHK Spanien zufolge auf Katalo-

nien und Madrid, wo mehr als 85 Prozent der Beschäftigten

vorwiegend in der Industrie und dort sehr stark dem Automo-

bilsektor arbeiten. An der Spitze steht Katalonien, mit mehr

als der Hälfte der Arbeitnehmer in deutschen Unternehmen in

seinem Territorium in Schlüsselsektoren wie der chemischen

Industrie, dem Banken- und Versicherungswesen und der Au-

tomobilindustrie.

Beschäftigungsbilanz deutscher

Unternehmen in Spanien

KREAB RESEARCH

Titelthema

Verteilungder Angestellten indeutschenUnternehmen

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