Wichtigste Investorenländer laut Anteil der Wertschöpfung ihrer Filialen in Spanien nach Sektoren 2014
(Anteil in %)
1)2)
Sektoren
Rang 1
Rang 2
Rang 3 Beitrag ausländischer
Filialen insgesamt
Insgesamt
Frankreich (4,4)
USA (3,6)
Deutschland (3,1)
22,5
Industrie
USA (5,5)
Deutschland (5,4)
Frankreich (5,2)
32,8
Verkehrsmittel (NACE 29, 30)
Deutschland (22,9)
Frankreich (17,4)
USA (16,2)
76,5
Elektrische, elektronische,
optische Erzeugnisse (NACE 26, 27)
Deutschland (12,5)
Frankreich (8,9)
USA (5,5)
42,3
Chemieerzeugnisse und Arzneimittel
(NACE 20, 21)
USA (15,9)
Deutschland (10,5)
Schweiz (3,5)
49,7
Maschinenbau (NACE 28)
USA (6,9)
Deutschland (5,6)
Schweiz (4,2)
27,0
Handel
Frankreich (5,7)
USA (3,5)
Deutschland (3,0)
20,4
Handel, Reparatur von Kfz (NACE 45)
Deutschland (5,7)
Frankreich (5,2)
Japan (3,2)
17,4
Großhandel mit IKT, Maschinen,
sonstiger Großhandel (NACE 465-469)
USA (5,2)
Deutschland (4,2)
Frankreich (2,3)
24,4
Einzelhandel mit Nahrungsmitteln,
Waren, Sprit, IKT (NACE 471-474)
Frankreich (11,7)
Deutschland (3,1)
Italien (0,8)
16,4
Dienstleistungen
Frankreich (3,1)
UK (3,0)
USA (2,3)
16,2
Lagerung und sonstige Dienste für
den Verkehr (NACE 52)
Deutschland (2,6)
Frankreich (2,2)
Dänemark (1,5)
11,9
Transport, Post-, Kurierdienste
(NACE 49-51,53)
UK (2,6)
Deutschland (1,0)
Frankreich (0,8)
6,4
Titelthema
26
economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 2/2017
In der Herstellung elektrischer, elektronischer und optischer Er-
zeugnisse liefern die spanischen Töchter deutscher Konzerne
mit 12,5 Prozent ebenfalls den wichtigsten ausländischen Bei-
trag zur Wertschöpfung der Branche. Mehr als 100 Jahre zum
Who ist Who der Wirtschaft in Spanien gehören die Technologie-
konzerne Siemens und Robert Bosch, die Innovationsmotoren
sind. Mit der Eröffnung eines Forschungs- und Entwicklungszen-
trums für Bahnautomatisierung in Madrid durch Tochter Sie-
mens Rail Automation hat Siemens im Jahr 2015, seinem 120. Ju-
biläum in Spanien, den Standort sehr nachdrücklich bekräftigt.
Robert Bosch España, auf die Bereiche elektrische Hausgeräte
(BSH) und Automobiltechnologien konzentriert, entwickelt bei-
spielsweise Ultraschallsensoren zum intelligenten Einparken in
seinem Sensor-Werk bei Madrid. Deutsche Unternehmen schät-
zen das Können spanischer Ingenieure. Das Detmolder Elektro-
technikunternehmen Weidmüller etwa verfügt über ein gruppen-
weites Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien bei Barcelo-
na. Dort werden Generatoranschlusskästen maßgeschneidert,
die in dem Meer einer Photovoltaik-Anlage ein defektes Modul
punktgenau detektieren können.
Sehr gut aufgestellt sind die Deutschen in der Chemie- und Arz-
neimittelbranche. Ihr Beitrag zur Wertschöpfung ist mit 10,5 Pro-
zent nach Frankreich der zweitgrößte unter den ausländischen
Filialen. Viele produzierende Investoren wie Henkel, BASF, Bayer,
B Braun, Boehringer Ingelheim, Merck, Beiersdorf, Evonik stellen
dieses Ergebnis sicher. In Spaniens Maschinenbau steht die
Wertschöpfung deutscher Töchter ebenfalls an zweiter Stelle mit
5,6 Prozent. Buchstäblich in die Höhe weisen in dieser Branche
ThyssenKrupp als Hersteller von Aufzugstechnik in Madrid oder
Liebherr mit der Produktion von Turmdrehkranen in Pamplona.
Motorenhersteller Deutz hat sein Hauptkomponentenwerk für
die Produktionen in Deutschland in Zafra in der Extremadura.
Neben den produzierenden Filialen ist in Spanien meist auch
mindestens eine Vertriebsgesellschaft des Mutterhauses vertre-
ten. Diese verdichten das Netz deutscher Vertriebs- und Service-
niederlassungen, das sich zu einem großen Teil hinter der Zahl
der über 700 im Handelssektor verzeichneten Firmen verbirgt.
Besonders stark ist das der Verkaufsfilialen der großen deut-
schen Pkw- und Nutzfahrzeughersteller. Beispielhaft für den
Handel mit Maschinen lassen sich die spanische Vertriebsgesell-
schaft des Blechbearbeitungsmaschinen- und Lasertechnikher-
stellers Trumpf in Alcobendas Madrid anführen, die auch für den
Aftersale-Service des Marktes zuständig ist. Oder die spanische
Vertriebs- und Servicetochter von Stihl, dem Anbieter motorbe-
triebener Geräte für die Forst- und Landwirtschaft. In Torres de la
Alameda bei Madrid hat Stihl 2016 seine Einrichtungen um ein
modernes Trainingszentrum erweitert, in dem Fachhändler und
Endkunden geschult werden.
1)
ohne Baugewerbe, Finanzdienstleistungen, Gesundheitsdienste, Kreativwirtschaft, Bildung, Haushalts- und öffentliche Verwaltungsdiens-
tleistungen; die Statistik basiert auf der Grundlage für die Erhebung von Statistiken über Auslandsunternehmenseinheiten der EU (FATS),
die ein gemeinsamer Rahmen für die systematische Erstellung vergleichbarer Statistiken über Auslandsunternehmenseinheiten ist;
2)
Segmente geordnet nach deutschen Anteilen an der Wertschöpfung
Quelle: Spanisches Statistikinstitut INE




