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Das Wasser ist kühl, die Wellen rau und ungezähmt, der Geruch
nach Meeresfrüchten mischt sich mit der frischen Atlantikbrise.
Die Nordküste Spaniens bietet eine atemberaubende Vielfalt
an malerischen Sandstränden und bizarren Steilküsten. Von
West nach Ost erstreckt sich der Küstenstreifen über die vier
Autonomen Regionen Galicien, Asturien, Kantabrien und das
Baskenland. 144 dieser Strände wurden 2014 mit der blauen
Flagge ausgezeichnet. Das Gütesiegel, das jährlich von der in-
ternationalen Stiftung für Umwelterziehung an Strände in 48
Ländern weltweit vergeben wird, bewertet unter anderem die
Wasserqualität, eine umweltgerechte Abfall- und Abwasserent-
sorgung, die Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen sowie In-
formationen und Maßnahmen zum Umweltschutz.
Ein Traum in Blau-Weiß: die Islas Cíes
Schneeweißer Sandstrand, umgeben von türkisblauem, kristall-
klaremWasser, unberührten Dünen, Pinienwäldern und Klippen
– Karibikidylle versprühen die Islas Cíes in den Rías Baixas vor
Vigo an der Westküste Galiciens. Fast alle Strände der Islas Cíes
sind mit einer blauen Flagge ausgezeichnet. Mit einer Wasser-
temperatur vonmaximal 16 Grad Celsius kann das Badevergnügen
jedoch zur echten Herausforderung werden. Seit 1980 stehen
die Cíes-Inseln unter Naturschutz und die Besucherzahl ist auf
2.200 Personen pro Tag begrenzt. Die Inseln bieten den bedeu-
tendstenMeeresvogelkolonien der spanischen Küste Lebensraum
und auch der Meeresboden lädt mit seinen vielen Fisch- und
Meerestierarten, Algenwäldern und Delfinen zu ausgedehnten Be-
obachtungstouren ein. Tauchen und Segeln ist auf den Cíes-Inseln
jedoch nur mit Genehmi-
gung erlaubt. An Ostern
sowie an den Mai- und
Sommerwochenenden (Juni
bis September) setzen
Schiffe von den Küstenstäd-
ten Vigo, Baiona und Cangas
de Morraz über. Die Fahrt
kostet um die 20 Euro und
dauert etwa 40 Minuten. Über
Abfahrtszeiten und Fahrpreise
informieren die Fährunternehmen
Naviera Mar de Ons und Naviera
Isla de Ons. Wer auf den Inseln
übernachten und morgens vomWel-
lenrauschen und dem Singen der sel-
tenen Gelbfußsilbermöwen geweckt wer-
den möchte, sollte frühzeitig einen der
800 begehrten Campingplätze reservieren,
Hotels gibt es auf den Inseln nicht.
Playa de las Catedrales: Galiciens Kathedralen
Weiter nördlich, in den Rías Altas an der Grenze zu
Asturien, versteckt sich ein weiteres Strand-Highlight: die
Playa de las Catedrales. Der Strand – ebenfalls mit blauer Flagge
ausgezeichnet – liegt in Dehesa, einem kleinen Dorf zehn
Kilometer westlich der Hafenstadt Ribadeo. Ein Besuch empfiehlt
sich vor allem bei Ebbe, wenn das Meer die über 30 Meter
Anders als die belebten Mittelmeerstrände bietet
der Norden Spaniens vielfältige, mitunter
menschenleere Traumstrände inmitten
unberührter Natur. ECONOMÍA stellt einige der
schönsten vor.
Juliane Pfordte
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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 3/2014
Panorama
imNorden
Spaniens
raumstrände
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