Die größten Anbauflächen befinden sich in Aragonien, gefolgt von
Katalonien und der Extremadura. Wissenschaftler des Baskischen
Instituts für landwirtschaftliche Entwicklung und Forschung, Nei-
ker-Tecnalia, haben zusammen mit der Universität des Baskenlan-
des genetisches Material entwickelt, das resistent gegen die
Baumkrankheiten Nadelbräune und Rindennekrose ist. Neiker-
Tecnalia arbeitet zudem an der Entwicklung neuer, resistenter Kar-
toffelsorten, an der genetischen Verbesserung von Stärke in Le-
bensmitteln und an der Entwicklung biotechnologischer Wirkstof-
fe für Wiederaufforstungsprogramme.
Staatliche und private Finanzierung der Biotechnologie
rückläufig
Branchenkenner sind sich einig: Es gibt in Spanien viel Potenzial für
die Biotechnologie. Bisher haperte es nur an der Umsetzung des
Wissens und an staatlichen und privaten Forschungsgeldern. Die Fi-
nanzierung hat sich für die Branche mit der Wirtschaftskrise noch-
mals erschwert. So sanken die Forschungs- und Entwicklungsausga-
ben (F+E-Ausgaben) in Spanien im Jahr 2011 gegenüber demVorjahr
um 2,8 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Damit verwendet Spanien
nur 1,3 Prozent seines BIP auf F+E und verfehlte das von der EU ge-
setzte Ziel von drei Prozent um einWeites. Der Anteil in Deutschland
liegt bei 2,9 Prozent. Von dem gesamten F+E-Budget entfielen 1,5
Milliarden Euro auf die Biotechnologie, das entspricht 10,6 Prozent
und einem Rückgang von 4,4 Prozent imVergleich zumVorjahr. Da-
bei sanken die öffentlichen F+E-Aufwendungen in die Biotechnolo-
gie, die 53 Prozent der gesamten Mittel ausmachen, um sechs Pro-
zent. Die Investitionen der Unternehmen in F+E im Bereich Biotech-
nologie, auf die 34 Prozent der Finanzierung der Branche entfallen,
fielen um fünf Prozent.
Biotechnologiefonds
Auch die Risiko-Kapitalgeber machen sich in diesen Zeiten rar. Ei-
ner der wenigen Geldgeber ist der Biotechfonds Suan Farma Bio-
tech. „Die spanischen Biotechnologiefirmen sind in den letzten
Jahren gereift und haben ihren Marktwert erhöht“, sagt Ion Aroce-
na, Direktor des Fonds, durch den seit 2007 fast neun Millionen
Euro in spanische Biotechunternehmen flossen. Aus diesem
Grund wird sein Unternehmen noch in diesem Jahr einen zweiten
Biotechnologiefonds ins Leben rufen.
20
economía
HISPANO-ALEMANA
mayo/junio/julio 2013
370
1.185
475
1.521
617
1.715
Anzahl der Biotech-Unternehmen in Spanien
660
3.025
2008
2009
2010 2011
Sonstige biotechnologisch-aktive Unternehmen
Eckdaten der Biotech-Branche in Spanien (2011)
Anzahl dezidierter Biotech-Unternehmen
660
Unternehmen mit F+E-Aktivitäten
524
F+E-Aufwendungen (in Millionen Euro)
373
Unternehmen, die Patente beantragt haben (%)
18
Anzahl der beantragten Patente
320
Umsatz (in Milliarden Euro)
8,0
Mitarbeiter
33.183
Quelle: Asebio
Quelle: Asebio
Dezidierte Biotech-Unternehmen
Las empresas biotecnológicas buscan inversores
No es casualidad que el parlamento español
haya declarado 2014 Año Internacional de la Biotecnología: el sector biotecnológico cre-
ce constantemente desde hace años en España a pesar de la crisis económica y es uno de los seis sectores estratégicos en los que se quiere
posicionar el país. De acuerdo con los últimos datos disponibles de la asociación sectorial, Asebio, en el año 2011 había en España 660 empre-
sas dedicadas principalmente a la biotecnología, un siete por ciento más respecto al año 2010. Estas facturan 7.944 millones de euros y dan
empleo a casi 33.000 trabajadores.
Pese a que España ocupa el quinto lugar de Europa en lo concerniente a artículos publicados en revistas internacionales especializadas, lo
cierto es que hasta ahora los científicos españoles han podido llevar pocas de sus ideas a la práctica: de acuerdo con el Informe Global de Bio-
tecnología 2013 de la auditoría Ernst & Young, España ocupa la octava posición a nivel europeo en la cartera de desarrollo clínico, es decir, en
cuanto a las sustancias activas que pasan a convertirse en medicamentos. El sector afronta 2013 como un año crucial para el futuro de mu-
chas empresas: el menor acceso a la financiación pública, la caída de las inversiones privadas y la ausencia de capital riesgo han hecho que
este año numerosas empresas biotecnológicas con nuevas patentes en el mercado estén a la misma distancia del éxito que del fracaso.