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economía

HISPANO-ALEMANA

Nº 2/2017

Die Zahlen stammen aus einer Aufstellung des Spanischen

Statistikinstituts INE auf Anfrage von Germany Trade & In-

vest. Sie gehören in die Erhebung zu Filialen ausländischer

Unternehmen in Spanien, die das INE seit 2008 erstellt.

Diese umfasst 26 Segmente in Industrie, Handel und

Dienstleistungssektor. Nicht einbezogen werden dabei

Landwirtschaft, Baugewerbe, Finanz- und Gesundheits-

dienste, Kultur und Kreativwirtschaft, Haushalts-, Bildungs-

und öffentliche Dienstleistungen. Berücksichtigt werden

muss zugleich, dass die Zahlen des Statistikamtes nicht nur

durch die rein betriebswirtschaftliche Entwicklung beein-

flusst werden, sondern auch durch Unternehmensverkäufe

oder -zukäufe ausländischer Investoren, bei denen Mehr-

heitsanteile die Nationalität wechseln. Durch die abwei-

chende Methodologie lassen sich die Zahlen nicht direkt

mit denen über ausländische Direktinvestitionen etwa der

Deutschen Bundesbank vergleichen, die alle Branchen be-

rücksichtigt, zugleich aber erst bei einer Bilanzsumme von

3 Mio. Euro ansetzt.

Wenn sich mit Ausnahme des Weltkrisenjahres 2009 die Wert-

schöpfung deutscher Unternehmensfilialen in Spanien in jedem

Jahr positiv weiterentwickelt hat, dann vor allem dank der Betriebe

der verarbeitenden Industrie. Diese haben 2014 in zentralen Para-

metern den Vorkrisenstand sehr deutlich übertroffen (darunter

Umsatz: +32 Prozent; Wertschöpfung: +45 Prozent). ImHandel hin-

gegen zogen die Rezession und der Konsumrückgang längere ihre

Spuren. Das Umsatz- und Wertschöpfungsniveau lag 2014 noch

unter dem des Jahres 2008 mit -16,7 Prozent und -17,8 Prozent. Die

Anzahl deutscher Handelsfilialen ist aber auch in der Rezession

durchweg gewachsen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftserho-

lung in Spanien, die auf dem Konsum und den Anlageinvestitionen

fußt, dürfte sich dieses Bild mittlerweile verbessert haben. Der

Dienstleistungssektor hat, ebenfalls mit mehr Firmen in seinen Rei-

hen, den Vorkrisenstand leicht überwunden – bei den Umsätzen

um4,4 Prozent, bei derWertschöpfung um5,5 Prozent.

Der lebende Organismus: Unternehmensbeispiele

Die Industrien, in denen deutsche Unternehmen in Spanien

aktiv sind, zählen zu den spanischen Schlüsselbranchen mit

einer hohen Ausrichtung auf Export und Innovation. Heraus ragt

das deutsche Engagement vom Anteil an der Wertschöpfung der

jeweiligen Branche her in der Herstellung von Verkehrsmitteln.

Mit 22,9 Prozent ist es der höchste ausländische Beitrag in einer

Branche überhaupt. Kein Wunder, bei der Hauptrolle, die die VW-

Gruppe in Navarra und ihre Tochter SEAT in Barcelona bei der

Produktion von Pkw, Motoren und Getrieben spielen. Daimler

wiederum hat im baskischen Vitoria-Gasteiz sein zweitgrößtes

Werk für die Produktion von Mercedes-Benz Vans; Tochter Evo-

Bus stellt in Kantabrien Bus-Chassis her. Am wichtigsten Kraft-

fahrzeugstandort der EU nach Deutschland haben sich über die

vergangenen Jahrzehnte viele deutsche System- und Komponen-

tenhersteller der ersten Liga angesiedelt, wie Benteler, Bosch,

Brose, Continental, Grammer, Huf, Kostal, Mahle, MANN+HUMMEL,

Schaeffler und ZF. Ein Kfz-Zulieferer ist das für Möbelbeschläge

bekannte Familienunternehmen Hettich, das in seinem baski-

schen Werk unter der Marke castwerk auf die Entwicklung und

Produktion von kinematischen Systemen setzt, in einem Auto,

das immer mehr zumWohnraum wird.

Titelthema

Foto: Bertelsmann

Kennziffernausländischer unddeutscher Filialen inSpanien2014

(inMio.Euro)

Insgesamt Filialen

Insgesamt

ausländischer Firmen

deutsche Filialen

Geschäftsumsatz

464.304

61.431

Erwerbstätige (in Personen)

1.273.409

167.994

Produktionswert

297.204

40.201

Wertschöpfung zu Faktorkosten

89.349

12.327

Einkäufe und Dienstleistungen

durch andere Unternehmen

322.463

42.965

Personalkosten

54.409

7.426

Externe Dienste

62.898

8.398

Bruttoinvestitionen in Sachanlagen

14.016

1.811

Insgesamt Betriebseinnahmen

476.038

63.378

Insgesamt Betriebsausgaben

467.431

62.456

Verkäufe ins Ausland

128.167

22.037

Quelle: Estadística de Filiales de Empresas Extranjeras en España. Jahr 2014, INE.