Titelthema
20
economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 5/2016 - 1/2017
die es städtischen Gemeinden erlaubt, über IoT die Organi-
sation von Dienstleistungen zu zentralisieren.
Vernetzte Beleuchtungen, Sensoren, die dabei helfen, freie
Parkplätze zu finden, Fußgängerzonen, in denen die Mobilität
verbessert wird und Bushaltekabinen mit W-Lan und Steckdo-
sen werden in vielen Städten immer alltäglicher. Dies bestätigt
der
Cities in Motion Index 2016
der IESE Business School, der
New York, London und Paris an die Spitze der intelligenten
Städte der Welt stellt.
Auch das Transportwesen erfährt einen Wandel. Autonome
Fahrzeuge funktionieren im Grunde wie Computer auf Rädern
und stellen den intelligenten Städten wertvolle Daten bereit.
Dadurch sind Unternehmen wie Microsoft und IBM zuneh-
mend in der Lage, zuverlässige Systeme zu entwickeln, die et-
wa Staus prognostizieren können.
Der unaufhaltsame Aufstieg der Cloud
Ebenso wie die Städte wird auch die Arbeitswelt immer intelli-
genter, effizienter und nachhaltiger. Die digitale Revolution hat
die Arbeitsprozesse durch Vernetzung, Flexibilisierung und Auto-
matisierung verändert. Diese drei Faktoren sind die Basis für das
Cloud Computing
, das sich aus einer Reihe von Programmen und
Dienstleistungen zusammensetzt, die auf einem Server verortet
sind. Dieser ist mit dem Internet verbunden und kann von jedem
Computer aus eingesehen werden, davon abgesehen, dass die
Cloud natürlich auch als Datenspeicher dient.
Angesichts einer immer größer werdenden Wettbewerbs-
orientierung erlaubt es die
Cloud
, Leistungen durch ein
Pay-per-Nutzungssystem in Anspruch zu nehmen. Die tech-
nologische Kluft zwischen kleinen und großen Unternehmen
wird dadurch geringer, weil hohe Investitionen vermieden
werden können. In einer Umgebung, in der Geschäftsdaten
immer häufiger das Unternehmen verlassen, wird die Diskus-
sion zunehmend lauter, welche Daten Zugang zur Cloud fin-
den sollen und wie die Sicherheitspolitik diesbezüglich aus-
sieht. Durch die Digitalisierung werden Büros ökologischer,
flexibler und kollaborativer. Weiterhin erhalten interne sozia-
le Netzwerke Einzug wie Jabber von Cisco oder Microsoft
Teams, die es zusätzlich ermöglichen, Projekte gemeinsam
zu bearbeiten.
Open Innovation, das neue Erfolgsrezept
Aus dem digitalen Wandel heraus entwickeln sich Anwendun-
gen, mit denen Innovation gefördert, Gefahren reduziert und
Erfolgsmöglichkeiten erhöht werden. Viele Unternehmen ent-
wickeln auf ihrem Weg hin zur Digitalisierung Strategien, die
es erlauben, eigene Forschung und Entwicklung mit Technolo-
gien von externen Partnern zu kombinieren. Ein gutes Beispiel
dafür ist das Unternehmen Bayer, das seit 2009
Crowdsour-
cing
-Initiativen anschiebt, über die dann wissenschaftliche
Projekte gefördert werden, die neue Gesundheitstechnologien
entwickeln. Eine solche Initiative ist Grants4®Apps, die Start-
ups im Bereich
e-health
fördert, von Applikationen über Soft-
ware und Hardware bis hin zu medizinischen Geräten, die ge-
sundheitliche Prozesse unterstützen oder pharmazeutische
Prozesse verbessern. Diese Innovation ist insbesondere in
der
e-health
Branche relevant, wo die Digitalisierung direkt
einhergeht mit den auf Big Data beruhenden digitalen An-
wendungen, etwa für chronisch kranke Patienten. In diesem
Quelle: Index der Digitalen Witschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission
Vergleich der digitalen Indikatoren der Europäischen Union
100%
90%
80%
70%
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0%
Spanien
Deutschland Europäische
Union
Öffentliche digitale Dienstleistungen
Integration und technologische Digitalisierung
Internetnutzung
Humankapital
Verbindungsmöglichkeit




