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economía
HISPANO-ALEMANA
Nº 2/2017
Im vergangenen November hat BASF die Erweiterung
ihres Fungizidwerks in Tarragona eingeweiht, eine In-
vestition von 21 Millionen Euro. Die Leistung des Werkes
erhöhte sich dadurch um 25 Prozent. Kann diese Inves-
tition als ein Vertrauensvotum für den Standort Spanien
verstanden werden? Welche Perspektiven hat BASF für
Spanien als Produktionsstandort und als Markt?
Tatsächlich handelt es sich um die bedeutendste Investition der
BASF Española in ein einzigesWerk in den letzten zehn Jahren. Die
Tatsache, dass die neuesteGeneration der Pflanzenschutzprodukte
inTarragonahergestellt wird, ist einMeilenstein für unser spanisches
Werk und beweist, dass Spanien ein attraktives Land für die BASF
ist. Die Erweiterung hat uns erlaubt, eine neueTechnologie der Vor-
Ort-Kristallisierung einzuführen, mit der wir den Prozess in der ei-
genen Anlage durchführen können und den Einkauf der benötigten
Produktebesser planenkönnen. Dies hilft uns, dieKosten zu senken.
IndiesemSinne ist die Formulierungsanlage inTarragona einzigartig
in Europa und die drittgrößte in der Welt (nach den Anlagen in Bra-
silien und Nordamerika) und beweist, dass der BASF-Konzern auf
Spanien setzt. Mit der Anlage werden wir die Produktion um 25
Prozent steigern und haben mit 30 neuen Stellen zur Schaffung
von stabilenArbeitsplätzen beigetragen. Auchwenn es externe Fak-
toren (Infrastruktur, Energiepreise) gibt, die unsere Wettbewerbs-
fähigkeit mindern, setzt die BASF in Spanien kontinuierlich auf
Investitionen des Konzerns angesichts der operativen Spitzenleis-
tung unserer Werke hier. Besonders hervorzuheben sind unsere
Produktionsstätte in Tarragona als eine der wichtigsten Produktions-
stätten in Europa und das Werk Marchamalo, Guadalajara, das
sich auf Lacke für die Automobilindustrie spezialisiert hat.
Als Markt erwirtschaftet der Chemiesektor in Spanien schon 12,4
Prozent des BIP. Nach den letzten Prognosen des Dachverbands
der chemischen Industrie in Spanien FEIQUE (Federación Empresa-
rial de la Industria Química Española) verzeichnete die spanische
Chemieindustrie zum Jahresabschluss 2016 einen Umsatzanstieg
von 2,3 Prozent. ImFalle der BASF konntenwir in den letzten Jahren
die Position unserer Geschäfte auf demspanischenMarkt in einem
sehr komplexen Kontext erhalten, was die Stärke unserer Organi-
sation im Land bestätigt.
In den letzten Jahren haben viele Unternehmen in der che-
mischen Industrie Anpassungen in ihrem Portfolio vorge-
nommen, Unternehmen verkauft und auf neue Geschäfte
gesetzt. Welchen Weg hat die BASF in Spanien gewählt?
Unsere Strategie ist es, auf die Branchen zu setzen, in denen wir
langfristig eine deutlichpositive Entwicklung erwartenund indenen
wir über die notwendigen eigenen Ressourcen verfügen, um stra-
tegisches Wachstum voranzutreiben. Es ist für uns wichtig, unsere
Ressourcen auf Branchen zu konzentrieren, in denenwir stark sind,
um weiterhin eine führende Rolle einzunehmen. Dies ist bei Che-
metall der Fall, unserem letzten Erwerb für 2,8 Milliarden Euro, der
einen strategischen Sektor des Unternehmens stärkt, nämlich den
Die BASF deckt seit mehr als einem halben Jahrhundert in Spanien ihre gesamte Firmenaktivität
über fünf eigene Unternehmen und ein Joint-Venture mit der Firma SONATRACH ab. Derzeit
verfügt der Konzern neben dem administrativen Hauptsitz nahe Barcelona über zehn
Produktionsstätten und eine landwirtschaftliche Versuchsstation. Insgesamt arbeiten mehr als
2.000 Personen in den Unternehmen des BASF-Konzerns in Spanien. Sie alle liefern Produkte
an die Mehrheit der spanischen Industriezweige und exportieren in den Rest der Welt.
Fotos: BASF




