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Die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen, die 2014 auf 99,5 Prozent
des BIP und die Billionengrenze zuläuft, zählt zusammen mit dem Abbau der
Arbeitslosigkeit zu den größten Herausforderungen der spanischen Regierung.
Die Staatsverschuldung dürfte nach Prognosen der Regierung 2015 und 2016
die 100 Prozent überschreiten (101,7 Prozent und 101,5 Prozent), ehe sie 2017
allmählich absinkt (98,5 Prozent). Beobachter mahnen daher weitere Anstren-
gungen an, wie die Reduzierung des Staats- und des Verwaltungsapparats der
autonomen Regionen oder eine effiziente Steuereintreibung. Die Schatten-
wirtschaft hat sich laut Schätzungen seit Ausbruch der Krise von etwa 18 Prozent
auf fast ein Viertel des BIP ausgeweitet.
Investitionen
Das Bruttoanlagegeschehen ist seit dem Höhepunkt 2007 (323,2 Milliarden
Euro, laufende Preise) jedes Jahr weiter zurückgegangen auf zuletzt 181,3 Mil-
liarden Euro in 2013, wie vorläufige Zahlen des Statistikamts INE zur Zusam-
mensetzung des BIP zeigen. Geht es nach den Prognosen der Regierung, könnten
die Bruttoanlageinvestitionen 2014 real um 0,5 Prozent zunehmen, darunter
besonders stark die Ausrüstungsinvestitionen (5,5 Prozent), während die In-
vestitionen in Bauten noch einmal einen Rückgang (-3,3 Prozent) verkraften
müssen, um damit aber Boden zu erreichen und 2015 erstmals seit 2007 wieder
zu wachsen (1,8 Prozent).
Als Überbringer von Investitionsnachrichten ragt in Spanien die Automobil- und
Kfz-Zuliefererindustrie heraus. Von 2012 bis 2013 hatte sie Investitionen in Höhe
von 3,5 Milliarden Euro angekündigt, von denen viele inzwischen abgeschlossen
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