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economía

HISPANO-ALEMANA

Nº 5/2016 - 1/2017

Die deutschen Konsumenten kauften im Jahr 2015 Waren im Wert von 52,37 Milliarden Euro und digitale

Dienstleistungen im Wert von 12,97 Milliarden Euro im Online- und Versandhandel, den Großteil davon via

Internet. Bekleidung ist dabei nach wie vor die mit Abstand beliebteste Kategorie.

Der Umsatz mit Waren betrug im Interaktiven Handel (d. h. Online- und Versandhandel) im Jahr 2015 52,37 Milliarden Euro.

Das ergab eine groß angelegte Verbraucherstudie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.

(bevh). Davon entfallen 46,90 Milliarden Euro auf den Onlinehandel, der somit einen Anteil von fast 90 Prozent am Gesamtum-

satz der Branche des Interaktiven Handels ausmacht. Damit wuchs der Onlinehandel mit Waren im Jahr 2015 um 12 Prozent –

und lag damit wieder deutlich über dem Wachstum des gesamten Einzelhandels von 3,1 Prozent.

Der Platzhirsch unter denWarengruppen war auch 2015 das Segment Bekleidung, mit einem Umsatz im E-Commerce von 10 Milliarden

Euro (2014: 8,5 Milliarden Euro; +18 Prozent). Auf Platz zwei folgen mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden Euro (2014: 5,68 Milliarden

Euro; +33 Prozent) die Elektronikartikel und Telekommunikation. Online-Marktplätze bilden hierbei über die Hälfte des Gesamt-

umsatzes des E-Commerce ab. Die Ansprache des Kunden über mehr als nur einen Kanal wirkt und so setzten Multichannelver-

sender 14 Milliarden Euro (2014: 11 Milliarden Euro; +27 Prozent) um.

Trotz wachsender Konkurrenz durch Internet- und Versandhandel ist es drei von vier Kunden auch in Zukunft wichtig, im Laden

einkaufen zu können. Gleichzeitig verschwinden die Grenzen zwischen stationärem Geschäft, Internet und Mobile Shopping

zusehends. Die Konsumenten möchten beispielsweise Ware online bestellen und im Geschäft abholen oder zurückgeben kön-

nen. Viele Handelsunternehmen sehen dies als eine der größten technischen und organisatorischen Herausforderungen der

kommenden Jahre an.

Allgemein begleitete die Branche des Online- und Versandhandels auch im Jahr 2016 ein gutes Konsumklima und außerordent-

liches Innovationspotential. Konservativ geschätzt geht der bevh von einem Plus von 4 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro im In-

teraktiven Handel und einem Plus von 12 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro im E-Commerce aus.

„Mit Blick auf die Marktlage, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das noch nicht ausgeschöpfte Wachstums-

potential bestimmter Warengruppen gehen wir weiterhin von einem überdurchschnittlichen Wachstum des Online- und Ver-

sandhandels gegenüber dem gesamten Einzelhandel aus. Denn das Volumen des Einzelhandels lässt noch wesentlich mehr E-

Commerce zu“, prognostiziert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Der deutsche Online-

Handel im Aufwind