36 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2026 Henkel hat in Barcelona seinen dritten internationalen Hub in Betrieb genommen, dessen Aufgabe diesmal die Koordinierung der Bedarfsplanung der Sparte Consumer Brands für ganz Europa ist. Diese Entwicklung beobachten wir auch bei anderen deutschen Unternehmen: Spanien gewinnt als Standort für Shared Services, internationale Funktionen und Exzellenzzentren an Bedeutung. Was hat Henkel bewogen, für diese Art von Aktivitäten auf Barcelona zu setzen, und welche Rolle spielt Spanien heute in der globalen Konzernstruktur? Die Entscheidung für Barcelona beruht auf einer Kombination von Faktoren, die man in anderen europäischen Städten nur schwer findet. Barcelona übt eine große Anziehungskraft auf internationale Talente aus und verfügt über erstklassige Universitäten und Business Schools, eine hervorragende Infrastruktur sowie eine Lebensqualität, die für Fachkräfte aus aller Welt sehr attraktiv ist. Als Henkel entscheiden musste, wo bestimmte strategische Kapazitäten für Europa angesiedelt werden sollen, hat sich Barcelona deshalb als äußerst wettbewerbsfähige Option erwiesen. Heute beherbergt die Stadt drei führende internationale Hubs: den Supply Chain Hub für Adhesive Technologies, den Hub für den Einkauf indirekter Materialien und Dienstleistungen und seit Kurzem den European Supply Chain Planning Hub für Consumer Brands. Letzterer koordiniert die Lieferkettenplanung für einen Großteil Europas und unterstützt dabei Fabriken, Dutzende Logistikzentren und Tausende von Produktartikeln. Das ist ein deutliches Beispiel dafür, dass Spanien längst nicht mehr nur ein wichtiger Markt, sondern auch ein Standort für operative Verantwortung, Know-how und Fachkräfte ist. Innerhalb der globalen Struktur von Henkel spielt Spanien heute eine strategische Rolle, bei der sich industrielle, logistische und technologische Kompetenzen mit Talent verbinden. Unser Beitrag reicht weit über den lokalen Markt hinaus und wirkt sich unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns in zahlreichen europäischen Ländern aus. Das zeigt, wie sehr Henkel auf das Potenzial des Landes und auf seine Fachkräfte vertraut. Eines der Projekte, an denen Henkel in Spanien beteiligt war, hat eine besondere Symbolkraft: Loctite-Klebstoffe, die in den Labors in Montornès del Vallès entwickelt und getestet wurden, kamen beim Bau des im Juni eingeweihten Jesus-Christus-Turms der Sagrada Familia zum Einsatz, um Stein und Stahl miteinander zu verbinden. Was bedeutet es für Henkel, Teil eines solchen Projekts gewesen zu sein, und was sagt das über die Innovationskraft aus, die die spanische Tochtergesellschaft in den Konzern einbringt? An einem Projekt wie der Sagrada Familia mitzuwirken, erfüllt Henkel wegen seiner technischen, kulturellen und menschlichen Bedeutung mit großem Stolz. Wir sprechen hier von einem der bekanntesten Bauwerke der Welt, das Tradition, Architektur und Innovation auf einzigartige Weise miteinander vereint. Der Beitrag von Henkel besteht in einer technologischen Lösung, mit der sich Stein und Stahl so verbinden lassen, dass beide Materialien innerhalb des von der Sagrada Familia selbst entwickelten Bausystems als eine einzige Struktur wirken. Hinter dieser Lösung stehen mehr als zehn Jahre Zusammenarbeit, Hunderte von Tests und eine intensive technische Validierung gemeinsam mit den Projektteams. Doch ich glaube, der Wert dieser Zusammenarbeit geht weit über ein einzelnes Produkt hinaus. Wirklich wichtig ist, dass sie zeigt, wie Innovation dazu beitragen kann, außerordentlich komplexe Herausforderungen zu lösen. Dieses Projekt spiegelt perfekt die Fähigkeit von Henkel wider, Wissen, technische Expertise und eine langfristige Perspektive einzubringen. Es unterstreicht zugleich die Bedeutung der spanischen Tochtergesellschaft innerhalb des Konzerns. Von Montornès del Vallès aus treiben wir industrielle und technologische Kompetenzen mit internationaler Reichweite voran, darunter unseren europäischen Aerospace-Hub. Dass ein von Spanien aus geleitetes Projekt zur Entstehung eines so bedeutenden Wahrzeichens von Weltrang beigetragen hat, zeigt, welches Maß an Innovation und Spezialisierung wir von hier aus für die ganze Welt entwickeln können. Sie selbst haben kürzlich in einem Vortrag an der ESADE darauf hingewiesen, dass die durchschnittliche Lebensdauer von Unternehmen heute bei kaum 15 Jahren liegt – Henkel dagegen feiert 2026 sein 150-jähriges Bestehen. Welche Rolle hat der Charakter als Familienunternehmen – rund 60 Prozent des Kapitals liegen noch immer in den Händen der Gründerfamilie – für diese Entwicklung gespielt, und wie zeigt sich diese Kultur im Alltag von Henkel in Spanien? Standort Spanien „Dass ein von Spanien aus geleitetes Projekt zur Entstehung eines so bedeutenden Wahrzeichens von Weltrang beigetragen hat, zeigt, welches Maß an Innovation und Spezialisierung wir von hier aus für die ganze Welt entwickeln können“
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