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20

economía

HISPANO-ALEMANA

Nº 3/2017

Titelthema

Foto: Digital - T Systems

Cyberattackenbei kritischen Infrastrukturen

* Enero - April 2017

Fuente: INCIBE (Instituto Nacional de Ciberseguridad)

37.400

2011

140.000 -

120.000 -

100.0000 -

80.000 -

60.000 -

40.000 -

20.000 -

0 -

42.812

2012

54.000

2013

70.000

2014

60.400

2015

115.000

2016

60.000

2017*

Die Experten der Branche sagen voraus, dass diese steigende

Tendenz auch im Jahr 2017 zu beobachten sein wird. „Wir gehen

davon aus, dass sich die Angriffsmöglichkeiten auf der Basis von

IoT-Geräten und

Wearables

weiterentwickeln werden, sowohl als

Endziel als auch als Ausgangsplattform für weitere Angriffe, und

wir rechnen damit, dass zusätzlich das Social Engineering wei-

terhin ansteigt“, prognostiziert Jorge García Carnicero, Head of

Cybersecurity Business Development bei Indra. “Unser besonde-

res Augenmerk gilt den mobilen Endgeräten, da dort eine Zunah-

me als Plattform für Betrug oder für Angriffe auf

Cloud-Systeme

vorhersehbar ist, die sich die Lockerheit bei der Implementie-

rung von Sicherheitsrichtlinien zu Nutze machen“, berichtet Gar-

cía Carnicero.

Weltweit tritt die Cyber-Security-Branche mit einem Umsatz, der

2018 laut Schätzungen der Unternehmensberatung Gartner vo-

raussichtlich 79.292 Millionen Euro betragen wird, als Wirt-

schaftsaktivität imWachstum auf.

Jenseits des rein wirtschaftlichen Schadens

Die Situation der Cybersicherheit in Spanien unterscheidet sich

nicht wesentlich von der in anderen europäischen Ländern. Auch

in Deutschland haben die Cyberattacken auf Unternehmen und

öffentliche Institutionen um ein Vielfaches zugenommen und

dringen in alle möglichen Bereiche vor, so der Jahresbericht des

Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik von Ende

2016.

Im vergangenen Mai griff der bereits erwähnte Virus “WannaCry”

das Computersystem der Deutschen Bahn (DB) an. Bereits eini-

ge Monate vorher hatte der Deutsche Bundestag zugegeben,

Ziel einer Cyberattacke geworden zu sein, die zu einem erhebli-

chen Datenverlust und der vorübergehenden Lahmlegung sei-

nes Intranets führte. Der Bundesnachrichtendienst schrieb die

Attacke russischen Servern zu, die seinen Erkenntnissen nach

versucht hatten, sich permanenten Zugriff auf die Computer der

Parlamentarier zu verschaffen.