21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2026 einem angestrebten Umfeld der interaktiven Zusammenarbeit effizient und zukunftsorientiert zu pflegen. Die Beziehung beruht immerhin auf soliden Zahlen, wie Jaime Montalvo, Direktor für Internationales der spanischen Handelskammer, hervorhebt: „Die spanischen Exporte nach Deutschland erreichten 2025 einen Wert von 39,477 Milliarden Euro, 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutschland ist zudem weltweit das zweitwichtigste Ziel unserer Exporte, nur übertroffen von Frankreich.“ Die spanischen Importe aus Deutschland beliefen sich, wie Montalvo in Erinnerung ruft, „2025 auf 50,431 Milliarden Euro, 5,6 Prozent mehr als 2024. Damit war Deutschland 2025 der wichtigste Lieferant Spaniens.“ Laut Montalvo „spiegelt das hohe Handelsvolumen zwischen Spanien und Deutschland die enge Verflechtung ihrer Wertschöpfungsketten wider, insbesondere in Branchen wie Automobil, Maschinenbau, elektrische Ausrüstungen und Pharmaindustrie. Die Beziehungen zwischen Unternehmen beider Länder umfassen sowohl die Lieferung von Vorprodukten als auch die Beteiligung an verschiedenen Phasen der Produktionsprozesse und stellen so eine Handelsbeziehung mit einer ausgeprägten industriellen Komponente dar.“ Diese enge wechselseitige Abhängigkeit macht Deutschland nicht nur zu einem wichtigen Markt für spanische Unternehmen, „sondern auch zu einem strategischen Industriepartner für unsere Wirtschaft“. Wenn es um Unternehmen geht, kann das deutsche Konzept des Mittelstands eine Inspiration für Spanien sein, bei dem Unternehmenswachstum nicht nur als Schlüssel zum Überleben, sondern als entscheidender Beitrag zur Volkswirtschaft begriffen wird. Das betont Rafael Vaquero, Generaldirektor der Stiftung CRE100DO: „Wir sind der Meinung, dass Spanien seinen eigenen Mittelstand aufbauen muss: ein deutlich breiteres Netz mittelgroßer Unternehmen (ETI), die solide, innovativ und international aufgestellt sind, im globalen Wettbewerb bestehen können und auf Langlebigkeit angelegt sind. Deutschland zeigt uns, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes nicht nur von seinen Großkonzernen abhängt, sondern auch von Tausenden Firmen, die globale Nischen anführen, langfristig investieren, hochwertige Arbeitsplätze schaffen und fest in ihren Regionen verwurzelt sind.“ Spanien, ein Land der KMU (rund 99,8 Prozent aller Unternehmen, Selbstständigeeingeschlossen),hatsomiteinegroßeChance,dieses Wachstum zu erreichen. „In der Stiftung“, so Vaquero, „arbeiten wir daran, dass solche Unternehmen nicht länger die Ausnahme sind, sondern ein deutlich größerer Teil unseres Produktionsgefüges werden. Dafür müssen wir das Unternehmenswachstum ins Zentrum der Wirtschaftspolitik stellen und ein Umfeld schaffen, das es leichter macht zu wachsen, zu innovieren, global zu konkurrieren und langfristig zu investieren.“
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