Revista/Zeitschrift 2026-03 / Cámara de Comercio Alemana para España / AHK Spanien

19 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2026 Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit Europas im neuen Jahrhundert hängen von unserer Fähigkeit ab, die industrielle Stärke der Mitte des Kontinents mit der Innovationskraft und Energie des Südens zu verbinden.“ Mit diesem Satz unterstrich Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, wie wichtig es ist, die strategische Autonomie zu stärken und eine gemeinsame Industriepolitik anzugehen. In diesem Sinne erklärte bereits Ende des 20. Jahrhunderts der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl: „Deutschland und Spanien tragen eine historische Verantwortung: der Motor des Nordens und des Südens zu sein.“ Im Jahr 2026 ist die geopolitische und damit auch die wirtschaftliche Lage von Unsicherheit und Herausforderungen geprägt, und die deutsche wie die spanische Regierung durchleben besonders schwierige Zeiten (und mit ihnen die EU: Der frühere französische Präsident François Hollande erklärte gegenüber El País und drei weiteren europäischen Zeitungen des LENA-Verbunds: „Europa steht vor einer existenziellen Krise“). Deshalb hat die AHK Spanien in diesem Jahr die Kampagne „Deutschland und Spanien: eine Allianz, die uns voranbringt“ ins Leben gerufen, eingebettet in ihr Jahresthema 2026 „Deutschland und Spanien. Für ein wettbewerbsfähigeres und resilienteres Business-Ökosystem“. #LaAlianzaQueNosImpulsa lautet der Hashtag dieser Initiative, die – wie bei ihrem Start betont wurde – in einem globalen Umfeld steht, das „von geopolitischer Fragmentierung und technologischem Wandel geprägt ist. Deutschland und Spanien bringen komplementäre Stärken ein: industrielle und technologische Kapazitäten, Energiewende, Talente und Ausbildung, strategische Autonomie und robustere Wertschöpfungsketten“. Dieses Anliegen zieht sich durch das gesamte Jahr (und weist selbstverständlich in die Zukunft) und wird durch Initiativen wie die AHK Talks (Talente, Digitalisierung und Dekarbonisierung als drei Schlüsselfaktoren künftiger Wettbewerbsfähigkeit) sowie durch herausragende institutionelle Aktivitäten getragen und verstärkt – etwa durch das Treffen einer Delegation der AHK Spanien unter Leitung ihres Präsidenten Paco Pérez Botello mit dem Präsidenten der Generalitat de Catalunya, Salvador Illa Roca, und dem katalanischen Minister für EU und Außenbeziehungen, Jaume Duch Guillot, um über die Prioritäten der deutsch-spanischen Unternehmensgemeinschaft in Katalonien zu sprechen. „Work in progress“ Eine Grundlage für die Zusammenarbeit ist zweifellos vorhanden. So schließt sich aus der Umfrage „La imagen de Alemania en España, 2025“ (Das Bild Deutschlands in Spanien 2025) des Real Instituto Elcano: „Deutschland ist das von den Spaniern am besten bewertete und am meisten bewunderte europäische Land (…) Die Spanier stellen Deutschland in den Bereichen Wirtschaft, globaler Einfluss, wissenschaftlich-technische Entwicklung, Demokratie und Umweltschutz über Spanien (und über andere europäische „Die Foto: GMV

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