Revista/Zeitschrift 2026-02 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

35 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2026 Standort Spanien Jenseits der Infrastruktur erfordert die Datenwirtschaft einen gemeinsamen Vertrauensrahmen zwischen Unternehmen, Verwaltungen und Bürgern. T-Systems beteiligt sich aktiv an Initiativen wie GAIA-X, Catena-X oder Cofinity-X, und Spanien hat einen Aktionsplan für Datenräume mit 500 Millionen Euro aufgestellt. Wie konkretisiert sich diese öffentlich-private Zusammenarbeit rund um das Thema Daten in Spanien, welche Sektoren können sie mit größter europäischer Strahlkraft anführen, und wie können föderierte Datenräume, angewandte KI und Cybersicherheit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmenslandschaft stärken? Die Datenwirtschaft wird sich nur entwickeln, wenn Vertrauen vorhanden ist. Unternehmen, Verwaltungen und Bürger müssen die Garantie haben, dass Daten sicher, transparent, interoperabel und nach klaren Regeln geteilt werden. Deshalb sind föderierte Datenräume so relevant: Sie ermöglichen Zusammenarbeit, ohne die Kontrolle über die Daten zu verlieren. Tatsächlich beobachten wir in Spanien dank der öffentlich-privaten Zusammenarbeit und der Förderung sektoraler Datenräume wichtige Fortschritte. Insbesondere der Förderplan für Datenräume bietet die Chance, diese Transformation zu beschleunigen und das Land in Branchen mit großem europäischem Zukunftspotenzial strategisch zu positionieren. Gesundheit, Automobil, Tourismus, Mobilität, Energie und der öffentliche Sektor können diesen Prozess anführen, weil sie ein großes Informationsvolumen, Interoperabilität und sehr klare Anwendungsfälle vereinen. Bei T-Systems beteiligen wir uns aktiv an Initiativen wie GAIA-X, Catena-X oder Cofinity-X und bringen unsere Erfahrung beim Aufbau offener, föderierter und sicherer Dateninfrastrukturen ein. Der Schlüssel liegt darin, nicht nur über Daten als Vermögenswert zu sprechen, sondern sie in Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsentscheidungen zu überführen. Auch in Spanien wird es immer schwieriger, alle Stellen im digitalen Bereich zu besetzen. Gleichzeitig zeigen Hubs wie das Kompetenzzentrum von T-Systems in Granada, das der Vorstand der AHK Spanien im vergangenen November besuchte, das Potenzial Spaniens als Basis für fortgeschrittene Technologiedienstleistungen. Was macht Spanien für Ihre Gruppe besonders attraktiv, und welche Strategie verfolgen Sie, um die benötigten digitalen Fachkräfte anzuziehen, auszubilden und zu halten? Spanien ist für unsere Gruppe aus drei Gründen besonders attraktiv: Talente, Innovationsfähigkeit und operative Wettbewerbsfähigkeit. Es gibt eine sehr solide Basis technologischer Fachkräfte, Universitäten mit hohem Niveau und lokale Ökosysteme, die stark wachsen. Granada ist ein sehr klares Beispiel. Wir kamen dorthin, weil es drei für uns grundlegende Merkmale vereinte: Innovation, Technologie und Talente. Heute hat sich unser Kompetenzzentrum zu einem Hub mit internationaler Reichweite entwickelt, von dem aus wir Projekte in den Bereichen Cloud, KI, Advanced Analytics, Cybersicherheit und Datenräume für Kunden aus verschiedenen Ländern realisieren. Wie überall in Europa besteht die Herausforderung darin, dass die Nachfrage nach digitalen Profilen schneller wächst als das Angebot. Deshalb kann sich unsere Strategie nicht auf die Einstellung beschränken. Wir müssen anziehen, ausbilden und halten. Wir arbeiten mit Universitäten wie der Universität Granada oder der Rovira i Virgili zusammen, fördern Lehrstühle, Bootcamps und Initiativen zur kontinuierlichen Weiterbildung und setzen auf das Upskilling und Reskilling unserer Mitarbeiter. Ebenso wichtig ist es, sinnstiftende Projekte anzubieten. Digitale Talente wollen lernen, aber auch an Initiativen mit echtem Einfluss teilnehmen: öffentliche Dienste verbessern, das Gesundheitswesen transformieren, Cybersicherheit stärken oder eine souveränere und nachhaltigere europäische Technologie vorantreiben. „Die Zukunft liegt in mehr industrieller Zusammenarbeit, mehr gemeinsamer Innovation, mehr Investitionen in Fachkräfte und einer gemeinsamen Vision für die strategische Autonomie Europas.“ Foto: T-Systems

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