Revista CCA 2-2020 web v.22 junio
26 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2020 Hauptrolle spielen“, bekräftigte Estanislao de Mata, Geschäfts- führer von SIXT Rent a Car, vor kurzem bei einem Event der AHK Spanien. Zu diesen neuen Bedürfnissen der urbanen Bevölkerung gesellt sich nach Einschätzung des Fachmanns von SIXT ein „über- vernetzter und dynamischer Verbraucher, der Entscheidungen auf seinem Handy trifft“ und für den „Bewegungsfreiheit wichtiger ist als Besitz“. „Junge Leute empfinden das eigene Fahrzeug nicht mehr als etwas Erstrebenswertes, da ihnen andere Arten der Fort- bewegung zur Verfügung stehen, für die Besitz nicht notwendig ist“, stimmt auch Arancha García, Direktorin des Bereichs Indus- trie und Umwelt der ANFAC, zu. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht für 2040 voraus, dass die Nutzung eines geteilten Fahrzeugs – ob zur Miete oder On Demand – europaweit im Vergleich zur Nutzung des eigenen Fahr- zeugs, des Flugzeugs oder des Zugs um95%zunehmenwird. Trotz- dem glauben die Berater, dass die Auswirkungen auf den Verkauf von Pkw in Privatbesitz 2025 nicht mehr als 1%betragen werden. Der Handelsschwerpunkt verlagert sich auf den Pazifik Auf weltweiter Ebene muss sich die europäische Industrie mit einem von Unsicherheit und Spannungen in den Handelsbezie- hungen geprägten Panorama auseinandersetzen, welches auf die protektionistische Politik von Ländern wie den USA und die mögliche Schaffung von Zöllen auf den Import von Fahrzeugen mit dem Ziel, die Verkäufe lokaler Hersteller zu fördern, zurück- zuführen ist. Der Sektor blickt auch mit Sorge auf Großbritannien und die Aus- wirkungen des Brexit auf den Umsatz, besonders vom 1. Januar 2021 an, wenn die aktuelle Übergangsphase abgeschlossen ist, in der sich das Land noch im europäischen Binnenmarkt befindet und Stabilität für Unternehmen und Investoren gewährleistet ist. Da dieser Markt so wichtig ist, fordern die Arbeitgeberverbände der Automobilindustrie Fortschritte in den Verhandlungen über die Handelsbeziehungen, um ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien zu erzielen. WährenddessenbemühtsichdieeuropäischeAutomobilindustrie verstärkt um Innovation, um die sich wandelnde Nachfrage eines Marktes, in dem Schwellenländer immer weiter empor klettern, zu befriedigen – was die Angst vor einer Auslagerung der Fabriken schürt, um die Produktionskosten zu verringern. „Der Handelsschwerpunkt verlagert sich gerade mit großer Geschwindigkeit vom Atlantik auf den Pazifik“, bestätigte Begoña Cristeto, Partnerin für das Kraftfahrzeugwesen bei KPMG, bei der Präsentation des von der Unternehmensberatung erstellten Berichts „Global Automotive Executive Survey“. „Die traditionelle Atlantikachse zwischen den USA, Deutschland, Spanien und Frankreich muss sich mehr anstrengen, um ihre internationale Kraft zu bewahren. Wenn dann im Vergleich zu den traditionellen reifen Märkten noch eine steigende Nachfrage in Schwellenländern dazukommt, verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht ganz klar noch mehr in Richtung der Volkswirtschaften am Pazifik, und wir stehen einer komplexen globalen Herausforderung gegenüber, auf die die europäische Industrie mit den Schlüsselfaktoren Innovation, Flexibilität und einer schnellen Annahme dieser Veränderungen reagieren muss“, folgert Cristeto. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman schätzt, dass Nordamerika, Europa, Japan und Korea bis 2030 zehn Prozentpunkte ihrer Beteiligung an der Wertschöpfung in Schwellenmärkten verlieren werden. Dennoch deutet die Studie „Zukünftige Struktur der Automobilindustrie – FAST 2030“ darauf hin, dass Europa mit 50% der gesamten Wertschöpfung auch Indikator Elektrofahrzeug-Durchdringung Indikator Infrastruktur Ladestationen 332,9 150,7 101,4 121,3 95,6 41,8 34,8 32,3 29,2 27,3 21,3 20,5 16,8 44,2 33,8 33,1 32,6 32,2 30,4 19,4 17,6 16,8 14,2 Norwegen Niederlande Portugal Frankreich Vereinigtes Königreich Deutschland EU-15 EU-28 Ungarn Spanien Italien Tschechische Republik Norwegen Niederlande Tschechische Republik Vereinigtes Königreich Italien Deutschland Ungarn EU-15 Portugal Frankreich Spanien Quelle: ANFAC
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