Revista CCA 2-2020 web v.22 junio
25 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2020 Werkstatt nicht mehr so stark auf Reparaturen konzentrieren wird, sondern sich stattdessen zum Dienstleister entwickelt.“ Als Konsequenz dieser zunehmenden Konnektivität undWechsel- beziehungen zwischen bislang unabhängigen Elementen bilden viele Firmen Allianzen, um Pilotprojekte für das zukünftige auto- nome Fahren in Gang zu bringen, die sich auf intelligente Assis- tenz, das Internet der Dinge und Machine Learning stützen. Ein Beispiel hierfür konnte man im vergangenen Februar im Techno- logiepark Andalusien in Málaga sehen: Hier stellten die Firmen Telefónica, Dekra und SEAT ein F+E-Labor für die Entwicklung des vernetzten Fahrens vor, das über die gesamte notwendige Infrastruktur verfügt, um 5G-Lösungen und V2X-Technologie ( vehicle to everything ) zu testen. „In diesen Laboratorien können neue Lösungen für das vernetzte Auto erforscht werden, die das Fahrerlebnis sicherer und komfor- tabler machen. Die neuen V2X-Technologien machen es möglich, das Auto mit seiner Umgebung zu verbinden und so Risikositua- tionen inEchtzeit vorauszusehen,wodurchdasAuto für denFahrer zu einer Art „sechsten Sinn“ wird. Das ist im Grunde der letzte Schritt vor dem vollkommen kooperativen und autonomen Fahrzeug“, bestätigte César de Marco, Leiter für Kommunikationstechnologie und EMC bei SEAT, während der Präsentation des neuen Labors, welches das fortgeschrittenste seiner Art in Südeuropa ist. Auch Siemens kündigte im vergangenen März eine Zusammen- arbeit mit Volkswagen an, um dessen Zwickauer Fabrik für Elek- trofahrzeuge bei der Automatisierung und Digitalisierung zu unter- stützen. Ab jetzt wird daher das E-Car von Volkswagen mithilfe der Automatisierungstechnologie vonSiemens auf der Grundlage eines von beiden Unternehmen entwickelten digitalen Standards herge- stellt werden. Ein Klick genügt: Mobilität „On Demand“ Das exponentielle Wachstum der städtischen Bevölkerung, die Schätzungen der UN zufolge im Jahr 2050 bei 68% der Weltbevöl- kerung liegenwird, stellt für die Zukunft der Automobilbranche eine weitere Herausforderung dar. Aufgrund des Städtebooms steht der Sektor einemParadigmenwechsel gegenüber, der vonder sogenann- ten „On-Demand-Mobilität“ gekennzeichnet ist: demÜbergang von einem System, das auf Fahrzeugbesitz basiert, zu einem, das von der Nutzung „bei Bedarf“ abhängt. Die höhere Konzentration in den Städten eröffnet ein ganzes Spektrum an Herausforderungen, was Verkehrsstaus, das Ein- nehmen des öffentlichen Raums oder die Luftqualität angeht, und aus diesen heraus erwachsen Alternativen zu den traditionellen Möglichkeiten für Mobilität. Vor einem Szenario, wo Autofahrer in Großstädten durchschnittlich mehr als 50 Stunden pro Jahr aufgrund von Staus verlieren, „wird das geteilte Fahrzeug eine
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