Revista CCA 2-2020 web v.22 junio

23 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2020 E-Mobility: Hin zu einer emissionsfreien Zukunft Die Sorge über die Auswirkungen des Klimawandels und neue Regulierungen, deren Ziel die Entkarbonisierung des Sektors ist, zeichnet sich in der allmählichen Wende von Fahrzeugen mit traditionellem Verbrennungsmotor hin zur E-Mobility ab. Um diesen Prozess zubeschleunigen, beschloss das Europäische Parlament 2019 die sogenannte CAFE-Norm ( Corporate Average Fuel Emissions ), wonach seit dem 1. Januar 2020 der durchschnittliche CO2- Flottenausstoß jedes Herstellers in Europa 95 gr CO2 pro Kilometer nicht überschreiten darf. Diese strengere Regulierung der Emissionen, die voraussichtlich Strafen in Millionenhöhe nach sich ziehen wird – 95 Euros pro Gramm, das die Fahrzeugflotte einer Marke die Grenze überschreitet –, hat zu heftigen Diskussionen geführt, da sie im Vergleich zuden Zielen inanderen LändernwieChina (117gr/kmCO2), Japan(122gr/km)undUSA(125gr/km)sehrvielhöhereAuflagenstellt. Neben der neuen Norm geht die Einführung der E-Mobility „auch mit einer Reduzierung der Batteriekosten und dem Aufbau einer Infrastruktur an Ladestationen einher, die weit genug reicht, um der Nachfrage gerecht zu werden“, meint Alejandro Gaffner, Part- ner vonOliverWyman in Spanien. Dennoch, so die Unternehmens- beratung, wird der Wandel nur langsam vor sich gehen, so dass mittelfristig „Fahrzeuge mit traditionellen Verbrennungsmotoren, Hybridfahrzeuge und elektrische Fahrzeuge mit Batterie“ neben- einander existieren werden. Vor diesemHintergrund setzt die spanische Automobilindustrie auf das Prinzip einer technologischen Neutralität, die es mög- lich macht, die am besten auf die Bedürfnisse zugeschnittene Technologie auszuwählen und eine geordnete Wende hin zur Entkarbonisierung des Sektors zu gewährleisten. Arancha Gar- cía, Direktorin des Bereichs Industrie und Umwelt der ANFAC, hebt hervor, dass „die Industrie sich auf alle bereits bestehen- den Technologien stützen muss“, um dieses Ziel zu erreichen. „Die Hersteller haben sich zur Reduzierung von CO2-Emissio- nen in der Luft verpflichtet, aber sie benötigen Unterstützung bei dieser Wende hin zur Entkarbonisierung, da diese geordnet ablaufen und nicht erzwungen werden soll. Wir glauben, dass traditionelle Verbrennungsfahrzeuge weiterhin ein wichtiger Treiber sein werden, da man nicht von einem Tag auf den ande- ren auf die ausschließliche Herstellung von elektrischen Fahr- zeugen umschwenken kann.“ Trotz der bereits erzielten Fortschritte hat die E-Mobility in Spa- nien noch einen weiten Weg vor sich und bildet in Europa in dieser Hinsicht das Schlusslicht, wie aus dem E-Mobility-Baro- meter der ANFAC hervorgeht. Dieser Indikator, der sowohl die Durchdringung elektrischer Fahrzeuge als auch die Infrastruk- tur an Ladestationen berücksichtigt, zeigt, dass das Wachstum elektrifizierter Fahrzeuge in Spanien unter dem in anderen eu- ropäischen Ländern liegt, genauer gesagt, 14 Punkte unter dem

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