Revista Economía Hispano-Alemana 04-2019

schließlich, aber es bleiben diejenigen, bei denen Kreativität, Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Führungsqualitäten gefordert sind, da ein Roboter diese Kompetenzen weder besitzt noch lernen kann.“ Dafür werden ihrer Ansicht nach neue Tätigkeitsfelder entstehen, die mit Design, Wartung und Kontrolle künstlicher Technologie zu tun haben werden. Employer Branding – unverzichtbar imKampf umTalente Die schnell voranschreitende Automatisierung führt zu Veränderungen bei den Ausbildungsanforderungen, die Unternehmen an ihre Fachkräfte stellen, sodass es zwischen der von Führungskräften gesuchten Art der Ausbildung und Berufserfahrungeinerseitsunddem,wasaufdemArbeitsmarktzur Verfügung steht, andererseits zu einem Ungleichgewicht kommt, besonders, was digitale und technologische Kenntnisse angeht. Aufgrund dieser Situation führen die Unternehmen aus Sicht vieler geradezu einen Krieg um die besten Talente – über dieses Thema wird auch beim III Deutsch-spanischen Unternehmerforum debattiert werden, das die AHK am 7. November in Bilbao veranstaltet (mehr Information dazu auf Seite 52). „Das Anliegen, Talente anzuziehen und zu halten, ist zur zweitgrößten Sorge der Firmen herangewachsen, direkt hinter der Sorge, schlechtere Ergebnisse als die Konkurrenz zu erzielen“, erklärt Jaime Sol, Personalleiter und verantwortlicher Partner für People Advisory Services bei EY. Dementsprechend besteht das Ziel der Personalabteilung nicht nur darin, die höchstqualifizierten Fachkräfte zu gewinnen, sondern auch darin, die bestehende Belegschaft ständig weiterzubilden und an sich zu binden. Der Angestellte soll von Beginn der Rekrutierung an ein optimales Erlebnis haben, was durch die neuen technologischen Kanäle sowie Strategien des Employer Branding erreicht werden soll, um die Rolle des Arbeitnehmers als Markenbotschafter zu stärken. „Unsere Mitarbeiter sind unsere internen Kunden und stellen den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens dar. Man schätzt, dass das Kundenerlebnis in Firmen, deren Mitarbeiter zufrieden sind, 81% positiver ist als in denjenigen, deren Mitarbeiter nicht zufrieden sind“, bekräftigte Jaime Sol im September beim HR Innovation Summit 2019 in Madrid. Aus diesem Grund setzen die Firmen auf Strategien, die die Mitarbeiterbindung fördern, wobei die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie andere nichtfinanzielle Anreize – die von der Generation der Millennials ammeisten geschätzt werden – an erster Stelle stehen, darunter flexible Arbeitszeiten, Fernarbeit, ein gutes Betriebsklima oder soziale Aktionen. So stellt sich die Situation laut dem I Barometer der Mitarbeitererfahrung in Spanien dar, das gemeinsam vom Instituto de Empresa und der auf Mitarbeiter- und Kundenerlebnis spezialisierten Unternehmensberatung Buljan & Partners erarbeitet wurde.

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