Revista-CCA-4-2018-web
29 economía HISPANO - ALEMANA Nº 4/2018 der Berufsschule FEDA und der Deutschen Handelskammer für Spanien diese Art von beruflicher Bildung gewählt haben, um qualifiziertes Personal auszubilden, das auf ihre spezifischen Bedürfnisse, Abläufe und Kultur ausgerichtet ist. Beispiele hierfür sindVolkswagen Navarra, SEAT, Bosch, Siemens, Mercedes-Benz, Aldi, Lidl oder Media Markt, die ihre Belegschaft bereits seit Jahren erfolgreich mit Absolventen dualer Berufsaus- bildungsprogramme verstärken, wodurch sie Arbeitskräfte gewin- nen können, die nicht nur hoch spezialisiert sind, sondern auch aus erster Hand wissen, wie die Organisation funktioniert. „Wir glauben, dass die duale Berufsausbildung der beste Weg ist, damit sich die jungen Leute an die Wirklichkeit des Arbeitsalltags gewöhnen. Für uns stellt sie eine Quelle von hochwertigen Talenten dar, da die weitausmeisten Absolventen von der Firma übernommen werden“, erklärt Xavier Ros, Vizepräsident der Personalabteilung bei SEAT. Diese Ansicht vertritt auchBirgit Zondler, Geschäftsführerin von GEZE Iberia: „Die duale Ausbildung dient uns als Steinbruch, um Nachwuchstalente auszubilden: Die Auszubildenden erhalten einen allgemeinen Überblick über alle Vorgänge in der Firma und lernen auch die Organisation unseres Mutterkonzerns kennen.“ Im Fall kleiner und mittelständischer Unternehmen verläuft die Einführung der dualen Berufsausbildung generell etwas langsamer. Der Bedarf an Betriebsanlagen und Maschinerien, wo die Ausbildung stattfinden kann, hat Projekte wie das von der JPMorgan Chase Foundation finanzierte und von der AHK Spanien geleitete Projekt JoinVET hervorgerufen. Dieses Projekt hat zur Schaffung überbetrieblicher Werkstätten beigetragen, die es kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen, Ausbildungsplätze anzubieten, auchwenn sie selbst nicht über die notwendigen Mittel verfügen, um in ihrem Betrieb einen vollständigen Ausbildungszyklus durchzuführen. Aber auch die Stimmen der Befürworter einer aktiven Rolle, die die Auszubildenden bei der Förderung von Innovation innerhalb der Firma spielen sollen, in der sie ausgebildet werden, werden immer lauter. „Diese Digital Natives steuern sehr wichtige innovative Elemente bei, was die Fokussierung und Lösung von Problemen angeht. Dadurch können Methodik und Prozesse optimiert und neue Technologien besser instrumentalisiert werden“, bestätigt Mercè Chacón, Beraterin für Bildung und Unternehmen der Generalitat de Catalunya, und fügt hinzu: „Dank ihres frischen Blicks von außen sind diese Auszubildenden in der Lage, Beiträge mit enormer Wirkung zu leisten.“
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