Revista Economía Hispano-Alemana 03-2018

22 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2018 Produktion bei Barcelona sowie ein Biotechnologiewerk der Spitzenklasse bei Madrid. Polanco zufolge investierte Merck España in den vergangenen drei Jahren 40 Millionen Euro, davon fast ein Viertel in F+E. Aktuell laufen 60 klinische Stu- dien. Bei diesen arbeitet das Unternehmen mit renommierten spanischen Forschungsinstitutionen, darunter dem Instituto de Salud Carlos III zusammen. Die Pharmaindustrie steht in Spanien an der Spitze, wenn es um industrielle Forschungsausgaben geht, noch vor der Kraft- fahrzeugindustrie. Wie der Verband Farmaindustria mitteilte, haben die Investitionen in F+E 2017 gegenüber dem Vorjahr auf 966 Millionen Euro zugenommen. Davon läuft die Hälfte in vertraglicher Kooperation mit Krankenhäusern und For- schungszentren. Die Branche stellt über ein Fünftel der indus- triellen F+E-Ausgaben. Dabei machen ihre Umsätze (2017: 15 Milliarden Euro, davon zwei Drittel aus dem Exportgeschäft) nur 2,4 Prozent der Industrieumsätze aus. Was fällt alles unter Gesundheitswirtschaft? Der Innovationstrieb liegt sozusagen in den Genen der Ge- sundheitswirtschaft. Als Querschnittbranche reicht diese Bruttowertschöpfung wichtiger Segmente der spanischen Gesundheitswirtschaft (in Mrd. Euro) 2000 2010 2015 Veränderung Arbeitsplätze Anteil/BIP 15/14 in % 2015 (in %) 1) Gesundheits- und Sozialwesen 29,3 62,7 62,8 5,0 1.353.900 5,8 Gesundheitswesen 23,5 49,3 49,3 5,4 905.400 4,6 Sozialwesen 2) 5,8 12,7 13,5 3,8 448.500 1,2 Arzneimittelproduktion 3,5 5,1 6,7 -2,1 43.400 0,6 1) Anteil am BIP 2015 zu laufenden Preisen; 2) darunter fallen Pflegeheime, stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Senioren- und Behindertenheime, die soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter, ambulante Dienste Quelle: Nationales Statistikinstitut INE Foto: Barcelona Supercomputing Center

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