Revista de la Cámara de Comercio Alemana para España / Zeitschrift der Deutschen Handelskammer für Spanien 03-2021

20 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2021 Neue Chancen für den Arbeitsmarkt Dem „Bericht über Kreislaufwirtschaft und kleine Betriebe in Spanien“, den die spanische Handelskammer und Mapfre im März 2021 veröffentlichten, lässt sich entnehmen, dass Kreislaufwirtschaft derzeit 2% der Arbeitsplätze in Spanien bereitstellt, das ist mehr als der europäische Durchschnitt von 1,71% und bedeutet für unser Land den 7. Platz im EU-28-Ranking. Der Bericht spielt drei verschiedeneSzenariendurch, wie inSpanien durch die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft Arbeitsplätze geschaffen werden können. Im besten Fall und wenn das Recycling erheblich ausgebaut wird, können in diesem Bereich 160.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mithilfe dieser Fortschritte würde Spanien es auf den 5. Platz im EU-Ranking schaffen. Für Sonia Ruiz steht fest, dass sich unter den aktuellen Bedingungen die Spielregeln geändert haben. „Wir müssen verstehen, dass diese Herausforderungen unzählige Risiken mit sich bringen, aber auch enorme Chancen für die Transformation von Geschäftsmodellen hin zu mehr Nachhaltigkeit, wodurch wir auch mehr Investitionen und Talente gewinnen können“, folgert sie. Etliche Indikatoren lassen darauf schließen, dass besonders nachhaltige Firmen besser positioniert sind, um Talente anzuziehen und zu halten, vor allem aus den jüngeren Generationen. ESG: Schlüsselkriterien für Investitionen Nachhaltigkeit in Unternehmen spielt im Rahmen einer allgemeinen Ausrichtung auf die Nachhaltigkeitsziele eine immer größere Rolle, gerade auch, wenn man das wachsende soziale Engagement in Betracht zieht, das nicht nur Mitarbeiter motiviert, sondern auch eine immer bewusstere und anspruchsvollere Kundschaft, die größere Transparenz und Rechenschaft von den Firmen einfordert und erwartet, dass diese aktiv den Wandel vorantreiben. Dies macht Joan Fontrodona, Dozent für Unternehmensethikander IESEBusinessSchool, deutlich, dessen erweiterte Definition von Nachhaltigkeit folgendermaßen lautet: „Die Notwendigkeit, bei unseren Entscheidungen nicht nur wirtschaftlicheGesichtspunktezuberücksichtigen, sondernauch umweltbezogene, soziale und solche der verantwortungsvollen Führung.“ Er betont: „Das ist kein Zusatz, sondern steht im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit einer Firma.“ Kriterien im Hinblick auf Umwelt, Soziales und Unternehmens- führung (ESG – Englisch für Environmental, Social and Gover- nance ) gewinnen nicht nur bei den Investoren an Bedeutung, die solche Aspekte bereits systematisch in ihre Entscheidungen einbinden, sondern spielen auch für die Beurteilungen durch Ranking-Agenturen und für die Finanzierungsbedingungen von Unternehmen eine immer größere Rolle, wie Marc Mutra, Foto: BayWa r.e.

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