Revista CCA 2-2020 web v.22 junio
28 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2020 Die Automobilbranche sieht sich tiefgreifenden Veränderungen gegenüber, zu denen sich die Konsequenzen aus der Covid-19-Pandemie gesellen. Wie sieht die Situation derzeit für die Hersteller in Spanien aus und vor welchen Herausforderungen stehen sie kurz- und mittelfristig? Die größte Herausforderung für die Automobilhersteller besteht darin, die Produktion so schnell wie möglich wieder an- zukurbeln und zugleich die Gesundheit und Sicherheit der Angestellten zu gewährleisten. Es ist ganz entscheidend, dass bei der Wiederaufnahme der Aktivität darauf geachtet wird, dass sowohl die heimische und ausländische Zulieferkette als auch die Vertriebskette richtig funktionieren. Es ist nicht ausreichend, Automobile herzustellen, wenn wir diese nicht auf andere Märkte exportieren können und wenn die Händler sie nicht verkaufen können. Aktuell werden mehr als 85% aller in Spanien hergestellten Fahrzeuge in andere Länder exportiert. Eine weitere wichtige Herausforderung liegt darin, die Liquidität unserer Fir- men sicherzustellen, da Investitionen in diesem Moment eine wesentliche Rolle spielen: für die Entwicklung neu- er Produkte – elektrischer ebenso wie hybrider –, das Erreichen der Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, zu- nehmende Regulierungen, Märkte mit erheblichem Rückgang, Konnektivität, autonome Fahrzeuge… ImWesentlichen müssen wir erreichen, dass die spanische Industrie ihre Wett- bewerbsfähigkeit steigert, damit das Fortbestehen der aktuell 17 Fabriken in Spanien gewährleistet ist. Wir müs- sen unsere Industrie um jeden Preis erhalten, indem wir Kosten reduzieren „Der Moment ist gekommen, die Besteuerung von PKWzu hinterfragen“ JOSÉ LUIS LÓPEZ-SCHÜMMER, CHIEF REPRESENTATION OFFICER DER DAIMLER AG FÜR DIE IBERISCHE HALB- INSEL UND LATEINAMERIKA, VORSTANDSMITGLIED DER ANFAC UND VIZEPRÄSIDENT DER AHK SPANIEN Foto: Daimler
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