REVISTA/ZEITSCHRIFT ECONOMÍA HISPANO-ALEMANA 01/2020

78 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2020 keine Veränderung ab. Die EU-Kommission erwartet einen Wert von jeweils 6,7 Prozent in den Jahren 2020 und 2021. Außenhandel: Defizit in der Handelsbilanz weitet sich aus Die portugiesischen Exporte können mit dem Anstieg der Importe nicht Schritt halten. In den ersten drei Quartalen 2019 erreichte dasWarenhandelsdefizit 15,6MilliardenEuro. Damit lagdasMinus um 3,3 Milliarden Euro über demWert des Vorjahreszeitraums. Im kräftigen Importwachstum spiegelt sich die Modernisierung und Digitalisierung von Produktionsanlagen wider. Da Ausrüstung zumeist importiert werden muss, wirken sich derartige Investitio- nen deutlich auf die Einfuhrstatistik aus. Dieser Trend dürfte 2020 anhalten: Die Zentralbank erwartete Ende 2019 eine Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen von 5,4 Prozent. Hinzu kommen wertmäßig bedeutsame Sondereffekte wie die Beschaffung von insgesamt 38 neuen Flugzeugen durch die Airline TAP und der im August 2019 vereinbarte Kauf von fünf Militärflugzeugen aus Bra- silien im Wert von 827 Millionen Euro. Aus Deutschland bezieht Portugal vor allem Fahrzeuge sowie chemische und Maschinen- bauerzeugnisse. w Weitere Informationen über Portugal: www.gtai.de/portugal ersten fünf Jahrendes neuen Jahrtausends erreichte dieQuote noch mehr als 4 Prozent. Der Haushaltsplan 2019 sah rund 4,8 Milliarden Euro Investitionen vor, die Zielmarke wurde aber im April um 475 Millionen Euro reduziert. Das geringe Investitionsniveau erklärt sich auch durch die disziplinierte Haushaltspolitik des Landes und die daraus resultierende Senkung des Schuldenstandes. Durch die politische und wirtschaftliche Stabilität in den vergange- nen Jahren konnte sich Portugal als sicherer Hafen für Investitionen profilieren. Die spanische Zeitung El Mundo berichtete im Dezem- ber 2019, dass Portugal aufgrund der anhaltenden politischenUnsi- cherheit imNachbarland stärker in den Fokus von Investoren rückt. Konsum: Privater Verbrauch nimmt langsamer zu Die Zunahme des Privatkonsums soll sich 2020 auf 2,1 Prozent leicht abschwächen. Zugleich wird ein Anstieg der Verbraucherpreise er- wartet, nachdem sie 2019 mit einem Plus von 0,3 Prozent kaum zu- legten. GeringerePreise für Energie, denöffentlichenNahverkehr und die Telekommunikation waren die Gründe für diesen sehr niedrigen Wert. Die EU-Kommission rechnet mit moderaten Anstiegen um 1,1 beziehungsweise 1,4 Prozent in den beiden kommenden Jahren. Weiterhin gute Nachrichten kommen vom portugiesischen Arbeits- markt. DerAufbauneuerBeschäftigungverlangsamtesich2019zwar, dochbleibendieAussichten insgesamt günstig.DieArbeitslosenquo- te soll von 6,3 Prozent (2019) auf 5,9 Prozent im Folgejahr zurückge- hen. Bei der Sparquote der portugiesischen Haushalte zeichnet sich Außenhandel Portugals Portugals (in Mio. Euro; Veränderung in Prozent) 1) 2017 2) 2018 3) 2019 3) Veränderung 2019/2018 3) Importe 69,7 55,7 60,1 7,9 Exporte 55,0 43,5 44,6 2,5 Handelsbilanzsaldo -14,7 -12,3 -15,6 - Quelle: Eurostat Portugal im Blick La producción económica portuguesa sigue creciendo, pero la dinámica se va debilitando. No obstante, con un crecimiento real previsto del 1,7%, el país va bien en comparación con otros países europeos. En sus previsiones de otoño para 2019, la Comisión de la UE predijo un cre- cimiento de solo el 1,2% en la zona euro para el próximo año. El proceso de recuperación de la economía portuguesa también se refleja en el hecho de que en el tercer trimestre de 2019 el PIB superó por primera vez el nivel previo a la crisis de 2008. Perspectivas económicas de Portugal: el crecimiento se ralentiza y se mantiene en los niveles anteriores Wirtschaftliche Entwicklung 2018 bis 2020 in Portugal (reale Veränderung gegenüber demVorjahr in Prozent) 2018 2019 2) 2020 2) BIP 2,4 2,0 1,7 Einfuhr (cif ) 1) 5,8 5,4 4,6 Bruttoanlageinvestitionen 6,2 7,3 5,4 Privater Verbrauch 3,1 2,3 2,1 1) Waren und Dienstleistungen; 2) Prognose Quellen: Statistikamt INE; Dezemberprognose 2019 der portugiesischen Zentralbank

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