REVISTA/ZEITSCHRIFT ECONOMÍA HISPANO-ALEMANA 01/2020

39 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2020 Herr Serrano, zunächst herzlichen Glückwunsch zum Ex- zellenzpreis 2019 der AHK Spanien, der Ihrem Unterneh- men dieses Jahr im Rahmen des III. Deutsch-spanischen Unternehmerforums in Bilbao für die Errichtung und den Betrieb der Deutz Business School (DBS) verliehen wur- de. Die Jury, die sich aus Experten des Bereichs betriebli- cher Aus- und Weiterbildung zusammensetzte, hat Ihnen diesen Preis für Ihr Leuchtturmprojekt DBS und für Ihren Einsatz hinsichtlich der Berufsbildung in der Autonomen Region Extremadura zuerkannt. Was steckt hinter diesem Projekt und wie kam es zustande? Wir haben den AHK-Preis mit großer Begeisterung entge- gengenommen und bedanken uns für die Anerkennung un- seres Projektes. Extremadura ist die Region in Europa mit der vierthöchsten Arbeitslosigkeit, nur hinter Dytiky Ellada (Griechenland), Ceuta und Melilla (Spanien). Besonders dramatisch ist die Jugendarbeitslosigkeit. Gerade in unserem Sektor, der einer ständigen technologischen Weiterentwicklung unterliegt, benötigen wir qualifiziertes Personal und Talente, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Wir haben die Stiftung DEUTZ BUSINESS SCHOOL (DBS) als gemeinnützige Organisation konzipiert, deren Ziel es ist, die wirtschaftliche Entwicklung der Region Extremadura durch Bildung und Kultur zu fördern. Zu den Zielen zählen die kontinuierliche Weiterbildung und Innovation im Bereich der beruflichen Bildung, die Verbesserung der Beschäfti- gungsfähigkeit – insbesondere junger Menschen – und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie der Zugang kommender Generationen zu qualitativ hochwertigen Schu- lungen. Den Teilnehmern sollen dabei die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt werden, um das neu erworbene Wissen als Instrument zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Unternehmen im Rahmen künfti- ger Marktanforderungen einzusetzen. Die von Nicolaus August Otto und Eugen Langen im Jahr 1864 in Köln gegründete N. A. Otto & Compagnie bildete den Grundstein für das heute börsennotierte Unternehmen Deutz mit seinen über 4.000 Angestellten und der Präsenz in mehr als 130 Ländern weltweit. Zunächst als Hersteller von Gasmotoren bekannt, widmete sich das Unternehmen in seiner mehr als 150-jährigen Geschichte unter anderem demBau von Ottomotoren, Lokomotiven, Kraftfahrzeugen, Nutzfahrzeugen, Bau- und Landmaschinen sowie dem Anlagenbau. Seit 2001 ist die Deutz AG ein reiner Motorenhersteller mit einembreiten Angebot an Diesel-, Gas- und elektrifiziertenMotoren. 2018 verzeichnete das Unternehmen einen Jahresumsatz von 1,7 Milliarden Euro. In Spanien geht die Geschäftstätigkeit von Deutz auf den Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Landmaschinenhersteller DITER in Zafra (Extremadura) zurück, der ebenfalls Motoren herstellte und später durch Unternehmensbeteiligungen und -zukäufe 1987 von Deutz übernommen wurde. Heute gilt Deutz Spain als einer der wichtigsten Zulieferer von Zylinderköpfen, Pleuelstangen, Zahnräder und Kurbelgehäuse vieler Deutz-Motorenbaureihen und gilt mit seinen 500 Mitarbeitern als bedeutendster Arbeitergeber in der Region Extremadura. Ein Meilenstein der letzten Jahre ist die 2017 gegründete Deutz Business School, die sich ganz der betrieblichen Aus- und Weiterbildung verschrieben hat. Eugenio Serrano, seit 15 Jahren im Unternehmen führend tätig, ist Mitglied de Verwaltungsrates von Deutz Spain.

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