Revista/Zeitschrift Economia Hispano-Alemana 05-2018/01-2019

46 economía HISPANO - ALEMANA Nº 5/2018 - 1/2019 als Carlos I. der erste König Spaniens war, hat seine letzten zwei Lebensjahre dort verbracht. Das Kloster, das heute Träger des Europäischen Kulturerbe-Siegels ist, hat seinen Ursprung in einem kleineren Gebäude, das die Einwohner von La Vera für die „armen Einsiedler“ errichtet hatten. Als Karl V. sich dort installiert hatte, um ein ruhiges Leben zu führen, wurde das Kloster ausgebaut, um Platz für des Kaisers Tross zu haben. Die Klosteranlage ist in zwei Bereiche geteilt: Einerseits das Kloster an sich, mit einer gotischen Kirche aus dem 15. Jahrhundert, einem Konventsgebäude mit einem zweigeschossigen Kreuzgang und andererseits der Palast, in dem Karl V. gelebt hat. Ein Besuch der Klosteranlage ist sehr zu empfehlen. Die imposante Denkmalstadt Trujillo Unser nächster Halt ist Trujillo, eine sehr be- liebte Stadt, nicht nur in der Provinz Cáce- res, sondern auch in ganz Spanien, denn es findet sich immer wieder auf den Listen der schönsten Orte des Landes wieder. Mit nur knapp über 9.000 Einwohnern zählt diese Stadt als Kulturgut Spaniens und ist auch dafür bekannt, die Heimatstadt vieler con- quistadores, Eroberer, gewesen zu sein. Trujillo, das in der Kolonialzeit eine wichtige und reiche Stadt war, weist zahlreiche Denkmäler, Paläste und Kirchen auf. Die Plaza Mayor ist eine der größten Spaniens. Der Hingucker schlechthin ist die Reiterstatue in Bronze von Francisco Pizarro, Konquistador von Peru, und zusammen mit Francisco de Orellana, dem Entdecker des Amazonas, die bedeutendste Persönlichkeit, die in Trujillo geboren wurde. Auf dem Platz befinden sich Adelspaläste, wie beispielsweise der Palacio de losDuquesdeSanCarlosoderderPalaciode losMarquesesde la Conquista, mit ihren charakteristischen Balkonen in platereskem Stil, sowie der Justizpalast. Die Plaza Mayor ist ein gutes Präludium, um einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was einen in Trujillo erwartet. Die Straßen sind voller Charme und an jeder Ecke sind großartige Kirchen, Paläste und Legenden zu entdecken. Um den Platz herum befinden sich auch Kirchen, wie die von San Martín de Tours, Santa María la Mayor oder die Kirche von Santiago. Auf dem höchsten Teil der Stadt wurde das Schloss errichtet. Ursprünglich war es eine alte Verteidigungsanlage, die zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert, noch in der Zeit des Kalifats von Córdoba, gebaut wurde. Das Schloss ist von einer Mauer umgeben, die bei ihrer Entstehung sieben Tore zählte, allerdings sind davon heute nur noch vier erhalten. Vom Schloss aus präsentiert sich ein schöner Ausblick, um Trujillo zu bewundern. Fantasy-Begeisterte mögen vielleicht den Schauplatz erkennen, denn ein paar Sequenzen der siebten Staffel von Game of Thrones wurden an diesemOrt gefilmt. Cáceres, monumentale Hauptstadt Westlich von Trujillo entdecken wir die Hauptstadt der Provinz, die sich den Namen mit jener teilt: Cáceres, die auch die letzte Etappe unserer Reise darstellt. Auch wenn die Stadt unter 100.000 Einwohner hat, gilt sie mit Abstand als dieflächenmäßiggrößteStadt Spaniens und übertrumpft in dieser Hinsicht sogar die Metropolen Madrid und Barcelona. Dazu ist sie eine der ältesten, denn ihre Entstehung kann man bis zum Jahr 34 v.Chr. verfolgen. Das bekannteste Viertel der Stadt ist die Ciudad Vieja de Cáceres, die Altstadt, die damals von einer Mauer abgegrenzt wurde. Im Jahr 1986 wurde sie als U N E SCO -We l t e r b e erklärt. Sie hat zahlreiche Plätze und enge Gässchen voller beeindruckenden Adelshäuser, Paläste, Kirchen und Türme. Panorama Kloster von Yuste Foto: Ayuntamiento de Cuacos de Yuste Cáceres Foto: Ayuntamiento de Cáceres

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