Revista/Zeitschrift Economia Hispano-Alemana 05-2018/01-2019
41 economía HISPANO - ALEMANA Nº 5/2018 - 1/2019 umfangreich regulierte Branche und da sind wir mit unse- rem Wissen gut positioniert, so dass wir gern als Partner mit ins Boot geholt werden. Wir sind hier aber nicht allein, fast alle „alteingesessenen Player“ haben die Digitalisie- rung als Chance und Herausforderung begriffen und sind im Moment dabei sich darauf einzustellen. Unser Ansatz ist jedoch, dass wir unsere Erfahrungen mit unseren Kun- den teilen und immer wieder auch Kooperationsmöglich- keiten suchen. Ich persönlich sehe die Start-Up-Szene als Bereicherung an und bin auch sehr aktiv im Austausch mit Start-Ups, oftmals decken diese Firmen ganz spezielle Be- dürfnisse ab, die sich gut in die Wertschöpfungskette der Versicherung integrieren lassen. Am Ende entscheidet aber der Versicherungskunde, was für ihn wichtig ist. Und noch ein kurzer Ausblick in die Zukunft. In dem von der Munich-Re-Gruppe herausgegebenen Tech Trend Radar 2018 werden für vier Trendfelder – der Benutzerzentriertheit, der vernetzten Welt, der Künstlichen Intelligenz und den disruptiven Tech- nologien – konkrete Subtrends definiert. Welches Bild ergibt sich aus dieser Mischung an neuen Ein- flüssen? In welche Richtung geht die Reise für Mu- nich-Re und die Branche allgemein? Das Bild ist ganz klar, es gibt nur sehr wenige Bereiche, die nicht oder nur wenig von der Digitalisierung betroffen sein werden, es ist die nächste große Welle, auf der wir uns bewegen, und das schließt den Finanzsektor, inklusi- ve Versicherung, mit ein. Damit ist auch klar, dass wir hier aktiv sein müssen, das erwarten unsere Kunden und zu Recht. Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten, insbe- sondere auch zur Risikovermeidung. Ich glaube fest dar- an, dass die Digitalisierung aber insgesamt einen Wachs- tumsschub auslösen wird und damit, volkswirtschaftlich gesehen, der Wohlstand steigen sollte. Normaler Weise führt das wiederum zu verstärkter Nachfrage nach Versi- cherungslösungen. Eines ist aber auch gewiss: Die Cham- pions von gestern und heute müssen sich bewegen und einiges dafür tun, weiterhin erfolgreich zu sein. Unser eingeschlagener Weg, der viele Initiativen und Projekte umfasst, nicht nur auf einen zentralen Standort fokussiert ist, und der jeden Mitarbeiter dazu anhält die Ohren und Augen offenzuhalten und Ideen zu teilen, sollte sich dabei über kurz oder lang bezahlt machen. In gewisser Weise fungieren wir damit ebenfalls als Plattform. w
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