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42 economía HISPANO - ALEMANA Nº 4/2018 Das war eine strategische Entscheidung zugunsten der Ausbildung der zukünftigen Angestellten von SEAT, über die wir uns ganz besonders freuen. Wenn die Aus- zubildenden bei uns einen höheren Abschluss machen können, ziehen wir mehr Profile an und können unse- ren Auszubildenden erweiterte Studienmöglichkeiten bieten. Außerdem umfasst die durchschnittliche Be- rufsausbildung in Spanien ungefähr 2.000 Stunden, während die Berufsschule von SEAT fast 5.000 Stun- den umfasst. Dadurch können wir zusätzliche Inhalte über die neuesten Technologien mit einbinden, wo- durch die zukünftigen Generationen perfekt auf die Herausforderungen der Industrie 4.0 vorbereitet und ihnen gewachsen sein werden. Es liegt in unserer Verantwortung als Unternehmen, das beste Talent anzuziehen und zu halten, und die- ser Vorstoß ist zweifellos ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, damit die besten Fachleute des Sektors bei SEAT landen. Es wird viel darüber gesprochen, ob Roboter die Menschen irgendwann ersetzen werden, aber die Diskussion sollte sich eher um die Geschwindigkeit der Anpassung an diese neuen Technologien drehen. Als Unternehmen sind wir dafür verantwortlich, dass der Wandel geordnet stattfindet; wir müssen den Angestellten, die bereits bei SEAT arbeiten, Zeit für Fortbildungen ein- räumen und zugleich neue Profile, vor allem junge Leute mit innovativem Talent, einstellen. Aber Innovation geht noch viel weiter. In der Zukunft wird es Tätigkeitsprofile geben, die heute noch nicht einmal existieren, und es werden sich neue Gelegenheiten für qualifizierte Arbeitsplätze ergeben, für die wir dann bereit sein müssen. Die Implementierung von Robotern kann anhand von drei Phasen erklärt werden. In der ersten Phase waren sie in Zellen. Die zweite Phase, in der wir uns gerade befinden und die viele Jahre dauern wird, ist die der kollaborativen Roboter, die gemeinsam mit Personen arbeiten. Und in der dritten Phase werden die Roboter dann mehr Dinge tun, aber sie werden immer noch Aufsicht durch Angestellte benötigen. Tatsächlich ist es so, dass die Berufsbilder, die heute noch gar nicht existieren, wie ich vorhin er- wähnt habe, einen größeren Mehrwert haben werden, weil es qualifiziertere Stellen sein werden. In diesem Sinne geben wir uns bei SEAT große Mühe, damit sich unsere Angestellten den neuen Bedürfnissen, die durch In- dustrie 4.0 entstehen, anpassen können. Es muss unbedingt ein Gleichgewicht zwischen der Investition in Technologie und der Investition in berufliche Bildung geben, sodass sich das Team im gleichen Tempo weiterentwickelt wie das Unternehmen. w Im Ausbildungsjahr 2018/19 wechselt die Berufsschule von SEAT von einemmittleren („grado medio“) zu einem höheren Bildungsabschluss („grado superior“), was bedeutet, dass die Unterrichtsstunden von 4.600 auf fast 5.000 ansteigen werden. Warumhaben Sie sich jetzt zu diesemSchritt entschlossen undwas erhoffen Sie sich davon? Abschließend noch ein Thema, das schon lange kein Science Fiction mehr ist: Die Einführung von Robotern im Arbeitsumfeld. In IhremWerk in Martorell arbeiten 4.000 Roboter und 8.000 Facharbeiter nebeneinander. Sind Sie der Meinung, dass künstliche Intelligenz das Humankapital irgendwann ersetzen wird, oder haben wir noch Zeit, uns an diese Veränderung anzupassen? Im Fokus
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