Revista Economía Hispano-Alemana 03-2018

86 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2018 zweitniedrigste in der Europäischen Union (EU) nach Griechen- land. Mehr als zwei Drittel der Bruttoanlageinvestitionen stem- men die privaten Unternehmen. Umwettbewerbsfähig zu bleiben, investieren sie neben Erweiterungen vor allem in effizientere Ma- schinen, Digitalisierung und Innovationen. Die Regierung hat 2018 die Zuerkennung von EU-Hilfen und anderen Investitionsanreizen für Firmen auf 2 Milliarden Euro erhöht. Konsum: Verbraucher weiterhin gut gestimmt Der Staatsverbrauch war 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläu- fig. Er dürfte der Zentralbank zufolge 2018 durch die Einstellung neuer öffentlicher Angestellter um 0,8 Prozent zunehmen. Die Konsumaus- gaben der privaten Haushalte bleibenmit einemZuwachs von real 2,2 Prozent gegenüber 2017 (+2,3 Prozent) dynamisch, um 2019 auf 1,9 Prozent abzuschwächen. Positivwirkt sich die sinkende Erwerbslosen- rateaus. Siefiel im1. Quartal 2018auf 7,9Prozent. Dochentsteht neue Beschäftigung in schlechter entlohnten und unsichereren Branchen, wiedemHotel-undGaststättengewerbe.GrenzensetzendemKonsum auch die generell niedrigen Löhne und durch die Inflation (Prognose 2018: 1,4 Prozent) gebremsten Reallohnzuwächse. Viele Familien müssen sichweiter entschulden und können kaumsparen. Die Konsumneigung der privaten Haushalte im Verbund mit den immer noch wachsenden Ausgaben der Touristen schlagen sich weiter positiv im Einzelhandel nieder. Preisbereinigt nahmen die Einzelhandelsumsätze laut Statistikamt INE im 1. Quartal 2018 um 5,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu (Gesamtjahr 2017: +4,1 Prozent). Der Wert der vergebenen Ver- braucherdarlehen steigt seit 2016 wieder (2017: +9,8 Prozent, 1. Quartal 2018: +13,6 Prozent). Außenhandel: Moderatere Zuwächse im Warenaußen- handel Die Warenausfuhren nahmen 2017 nominal um 10,1 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro zu. Deutlich machte sich hierbei die Erholung der Nachfrage auf wichtigen Drittmärkten bemerkbar. Noch kräfti- ger stiegen die Einfuhren mit 12,6 Prozent auf 69 Milliarden Euro. Die hohe Dynamik resultierte größtenteils aus dem Außenhandel mit Brennstoffen und Erdöl, der in beide Richtungen um jeweils über ein Drittel zunahm. Vor diesemHintergrund fallen die Zuwäch- se 2018 in beiden Richtungenmoderater aus. Im 1. Quartal nahmen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch einstellig zu – auf der Exportseite um2,9, auf der Importseite um6,6 Prozent. Projektbezeichnung Iberdrola, drei Pumpspeicher- WasserkraftwerkeamFluss Tamega (Daivoes, Gouvaes, AltoTamega) Aguas dePortugal,Wasser- undAbwasserprojektebis 2020, daruntermehrere Kläranlagen Metro Lissabon, Linienerweiterungen Internationaler Südschienenkorridor, StreckeEvora-Caia Projektstand ImBau; drei von vierVergaben abgeschlossen; Inbetriebnahme Gouvaes 2021, Daivoes 2022, AltoTamega2023 Oktober 2017Unterzeichnung Darlehensvertragmit EIBüber 418Mio. Euro; Projektplan2014bis 2020 InPlanung; Finanzierung für 2kmund2Stationen, Ausschreibung2. Halbjahr 2018, Baubeginn2019 Ausschreibungsprozesse seit März 2018; läuft in3Phasenbis 2020 Anmerkung/Ansprechpartner Insgesamt 1.158MW.; BauvonDaivoes und Gouvaes erfolgt durch Ferrovial undMSF; Efacec liefert Transformatoren; www.iberdrola.pt InUmsetzungderWasser- und AbwasserstrategiePENSAAR2020 www.adp.pt / Elektronische Ausschreibungsplattform pt.vortal.biz Umweltministeriumplant 4kmMetrostrecke und4weitereStationen; 216Mio. Eurodurch EUFonds, EIB-Kredit www.metrolisboa.pt/empresa/contratacao- publica/ Projekt zurVerbindungdesHafenSinesund PortugalsSüdenmit Europa;Teil des Plans Ferrovia2020 www.infraestruturasdeportugal.pt/ ferrovia-2020-0 Investitionssumme (Mio. Euro) 1.500 836 684 510 Ausgewählte Großprojekte in Portugal Quellen: Recherchen von Germany Trade & Invest; Pressemeldungen Portugal im Blick

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