Revista/Zeitschrift Economía 2026-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

30 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2026 Enfoque Reindustrialización INTERVIEW MIT ÁNGEL ESCRIBANO, VORSTANDSVORSITZENDER DER INDRA GROUP Der Begriff der Reindustrialisierung steht derzeit im Mittelpunkt der europäischen Wirtschaftsdebatte. Vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, geopolitischer Spannungen und der Notwendigkeit, die strategische Autonomie zu stärken, strebt die Europäische Union danach, wichtige Produktionskapazitäten zurück nach Europa zu bringen, industrielle Skaleneffekte zu erzielen und ihre technologische Souveränität zu sichern. Vor diesem Hintergrund stellt Ángel Escribano, Vorstandsvorsitzender der Indra Group, diese Herausforderungen in den Mittelpunkt der Industriestrategie des Unternehmens und reflektiert über die Herausforderungen der europäischen Industrie, die Rolle der Zusammenarbeit mit Deutschland und die Notwendigkeit, eine solidere und wettbewerbsfähigere industrielle Basis zu etablieren. Dieser strategische Ansatz spiegelt sich in der jüngsten Entwicklung des Unternehmens wider. Die Indra Group ist mit mehr als 60.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 4,843 Milliarden Euro im Jahr 2024 nach einem Wachstum von 12% zu einem der wichtigsten Industrie- und Technologieunternehmen Spaniens geworden. Das Unternehmen hat seine Position in strategischen Sektoren gestärkt und fungiert als treibende Kraft eines Ökosystems, das KMU, Start-ups, Universitäten und Technologiezentren umfasst. Im Einklang mit dem 2024 vorgestellten Strategieplan „Leading the Future“ hat Indra seine industrielle und technologische Ausrichtung intensiviert. Seit Ángel Escribano im Januar 2025 den Vorsitz übernommen hat, hat die Gruppe diese Transformation beschleunigt, ihre europäischen Ambitionen verstärkt und ihre F&E&I auf Produktionskapazitäten und Technologien ausgerichtet, die für die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Unabhängigkeit des Kontinents als strategisch wichtig erachtet werden. „Die Zusammenarbeit mit Deutschland hat Vorrang, weil sie genau das bietet, was Europa derzeit braucht: eine solide industrielle Basis, ein hohes technologisches Niveau und eine große Umsetzungskapazität.“

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