Revista/Zeitschrift Economía 2026-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

25 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2026 Foto: Siemens „Deutschland und Spanien: Für ein wettbewerbsfähigeres und resilienteres Business-Ökosystem“ Das Jahresthema 2026 der AHK Spanien wird den Fokus auf Energie, Digitalisierung sowie die industrielle und technologische Zusammenarbeit in strategischen Sektoren legen. Der Veranstaltungskalender umfasst unter anderem die AHK-Regionaltreffen sowie den Espacio PYME, die neue KMU-Vertretung der AHK Spanien. Dieses Engagement zeigte sich bereits bei den Neujahrsempfängen in Madrid und Barcelona, an denen hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder teilnahmen, darunter der Minister für Industrie und Tourismus Jordi Hereu, der Staatssekretär für Industrie Jordi García Brustenga, die deutsche Botschafterin in Spanien Maria Margarete Gosse sowie der deutsche Generalkonsul in Barcelona Elmar Jakobs. Die Agenda beinhaltet Meilensteine wie das X. Deutsch-spanische Unternehmerforum, das am 29. Oktober in Madrid stattfinden wird. Zudem wird im November erstmals die Verleihung des Exzellenzpreises im Rahmen eines Gala-Dinners gefeiert. Darüber hinaus wird Spanien Gastland der Hannover Messe 2027 sein. Eine unverzichtbare expansive Phase Die Branchenbeobachtungsstelle Caixabank Research hebt hervor, dass sich von den 22 im Jahr 2025 in Spanien analysierten Wirtschaftssektoren 16 in einer klaren Expansionsphase befanden (gegenüber zwei im Jahr 2023). „Unter ihnen sticht die Industrie durch ihre besondere Dynamik hervor. Ihr Wachstum wird von den extraktiven Branchen, der Chemie-, der Pharmaindustrie sowie der Raffinerietätigkeit getragen, dank hoher Investitionen, Produktivitätsgewinnen und der Anpassung an die Energiewende. Auch das Baugewerbe und die Immobilienaktivitäten entwickeln sich positiv, angetrieben durch die Wohnungsnachfrage.“ Zugleich wird die Bedeutung „der Senkung der Zinssätze und des Impulses durch europäische Fördermittel“ hervorgehoben. Mehr Wettbewerbsfähigkeit … Wie der Financial Times Global 500 hervorhebt, ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen in den vergangenen Jahren zurückgegangen: Während früher 44 europäische Unternehmen unter den Top 100 vertreten waren, sind es heute nur noch 34. Auf diese zentrale Herausforderung verwies auch Minister Hereu bei der Vorstellung der Berliner Erklärung, die im vergangenen November von 17 Ländern unterzeichnet wurde und an die Empfehlungen des „Draghi-Berichts“ anknüpft. Die Erklärung sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, „um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken, die Produktivität zu steigern, Bürokratie abzubauen und zugleich den steigenden Energiekosten, dem intensiven globalen Wettbewerb, den Auswirkungen des Klimawandels sowie den handelspolitischen Spannungen zu begegnen“. Offene Innovation PATIO Campus, eine gemeinnützige Initiative, getragen von BMW Group, Iberia, Inditex, L’Oréal, Mahou San Miguel, Merlin Properties, Moeve und Pascual und unterstützt von der Comunidad de Madrid (als Sponsorpartner der Generaldirektion für Selbstständige und Unternehmertum des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Beschäftigung), bringt führende Konzerne und die disruptivsten Start-ups zusammen, um diese gemeinsamen Herausforderungen anzugehen. „Es geht nicht darum, in die Vergangenheit zurückzukehren“, betont María Barrié, Open Innovation Director bei L’Oréal Spanien und Portugal und Mitgründerin von PATIO Campus, „sondern darum, ein neues Produktionsmodell auf der Grundlage von Technologie, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit aufzubauen. PATIO ist nicht einfach nur ein Start-up-Hub, sondern ein Ökosystem, das darauf ausgelegt ist, eines der größten Probleme der Branche zu lösen: den Transfer von Innovationen in großem Maßstab. Sein besonderer Wert liegt darin, dass es die Reindustrialisierung aus einem ‚cross-sektoralen’ Ansatz heraus angeht. Anstatt Silos zu schaffen, identifiziert PATIO übergreifende Herausforderungen wie Kreislaufwirtschaft, logistische Effizienz oder Digitalisierung, die so unterschiedliche Sektoren wie Schönheitsbranche, Automobilindustrie oder Mode gleichermaßen betreffen.“

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