Revista/Zeitschrift Economía 2026-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

24 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2026 Basis zu verfügen. Diese ist von zentraler Bedeutung für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Resilienz des Systems, insbesondere in strategischen Sektoren wie der Medizintechnik, in denen Produktionsnähe und Versorgungssicherheit kritische Faktoren sind. In diesem Zusammenhang ist eine stabile Industriepolitik im Einklang mit dem europäischen Rahmen unerlässlich, um langfristige Investitionen zu fördern und ein industrielles Gefüge zu konsolidieren, das nachhaltig Wert schaffen kann.“ Unternehmen der Volkswagen Group wie PowerCo und SEAT leisten in diesem zukunftsorientierten Moment der spanisch-europäischen Reindustrialisierung einen wichtigen Beitrag. Im ersten Fall durch Initiativen wie die vor kurzem begonnene Suche nach Produktionsmitarbeitern für die Batterie-Gigafabrik in Sagunto im Vorfeld des Produktionsstarts am 28. September; im zweiten durch 75 Jahre Präsenz in Spanien und ein klares Bekenntnis zur Elektrifizierung des Automobils als „Landesprojekt“. So erklärte der CEO von SEAT CUPRA, Markus Haupt, beim 1. Automobilforum der Tribuna de Automoción: „Jetzt ist der Moment, zu beschleunigen und die Elektrifizierung zu einem nationalen Projekt zu machen. Sie ist nicht nur die beste Option, sondern der einzige Weg, die Industrie zu retten.“ In diesen Tagen fand zudem der 8. Nationale Industriekongress statt, bei dem sich alles um die grüne und digitale Transformation des spanischen Industriesektors drehte. Das „Gipfeltreffen“ fand im baskischen Bilbao statt, einem klassischen Standort der industriellen Aktivität. Wie José Ignacio Zudaire, Präsident der Handelskammer von Bilbao, hervorhob: „Bizkaia ist ein traditionell industriell geprägtes Gebiet, das sich erfolgreich transformiert und zu einer spezialisierten, technologischen und diversifizierten Fertigung hin entwickelt hat. Es verfügt über ein breitgefächertes Industriegefüge, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt, insbesondere in den Bereichen Werkzeugmaschinenbau, Investitionsgüter, Energie, Automobilindustrie und Luftfahrt.“ „Um der Verlagerung der Märkte aus dem atlantischen Raum nach Osteuropa und nach Asien zu begegnen“, erklärt Zudaire, „führen wir die Initiative Archam (Handelskammern des Atlantikbogens) an, um eine europäische Makroregion zu entwickeln, die dazu beiträgt, das gesamte Potenzial der atlantischen Regionen zu erschließen – insbesondere in den Bereichen Verkehr und Intermodalität, Wasserstoffkorridor und Ausbau erneuerbarer Energien sowie Tourismus und kulturelles Erbe.“ Projekte wie der BBK Cámarabilbao ESG Hub oder der Industrieplan Euskadi 2030 der baskischen Regierung („zur Förderung der industriellen Transformation durch Innovation, Digitalisierung, Dekarbonisierung, öffentlich-private Zusammenarbeit und die Verankerung der Unternehmen als strategische Achsen“) sind Teil dieses Umfelds, das mehr Technologie und Nachhaltigkeit sowie mehr Fachkräfte in beiden Bereichen benötigt und zugleich weniger Regulierungsüberfluss und Bürokratie. Dies sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren, damit die Reindustrialisierung und damit eine stärkere wirtschaftliche und soziale Entwicklung Realität werden. w Foto: PowerCo

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