Revista/Zeitschrift Economía 2026-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

22 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2026 Phase, um seine Wettbewerbsfähigkeit durch eine ambitionierte Industriepolitik zu stärken. Bei All4Zero sind wir fest davon überzeugt, dass der Schlüssel zu dieser Transformation in einer wirksamen Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen, Technologiezentren und Start-ups liegt.“ Dieser kooperative Ansatz ist von fundamentaler Bedeutung, um die Herausforderungen der Dekarbonisierung und der Kreislaufwirtschaft zu bewältigen, gestützt auf die produktive Transformation und qualifizierte Beschäftigung, so Sanz weiter: „Wir fördern die Schaffung multisektoraler Synergien, die es ermöglichen, disruptive Technologien in realen industriellen Umgebungen zu testen und zu skalieren. Dieser Prozess beschleunigt nicht nur die Umsetzung von Lösungen mit greifbaren Wirkungen, sondern stärkt zugleich ein robustes Innovationsökosystem.“ Im Fall von Repsol entwickelt dessen Innovations- und Technologiezentrum, das Repsol Technology Lab, wissenschaftliche und technologische Lösungen, die den Weg zu einer effizienteren, nachhaltigeren und wettbewerbsfähigeren Industrie ebnen. Auf einem 50.000 m2 großen Campus arbeiten dort mehr als 230 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Technologen in 35 Pilotanlagen und 20 Laboren. Dieses Modell offener Innovation vernetzt sie mit Universitäten, Technologiezentren, Start-ups und Industriepartnern, um die Validierung und Skalierung neuer Technologien zu beschleunigen. Dazu gehören auch die Proof-of-Concept-Plattform IdeAction, der unternehmenseigene Investmentfonds Repsol Corporate Venturing sowie strategische Allianzen wie All4Zero. In diesem Umfeld manifestiert sich die deutsche Präsenz in Spanien in Erfolgsgeschichten wie der von Siemens. Dessen Geschäftsführer von Siemens Digital Industries, José Ramón Castro, betont, dass „die Reindustrialisierung Spaniens heute eine zentrale Säule ist, um Wohlstand und Resilienz unserer Wirtschaft zu sichern – und in diesem Zusammenhang muss der digitale Wandel der entscheidende Antrieb sein. Der europäische Regulierungsrahmen bietet uns mit so ambitionierten Initiativen wie dem Green Deal und den NextGenerationEU-Fonds eine beispiellose Chance, diesen Wandel zu katalysieren. Spanien verfügt über das Potenzial, sich als strategischer Industrie-Hub für Europa zu etablieren, eine attraktive Alternative zu Verlagerungen zu bieten und die kontinentalen Wertschöpfungsketten zu stärken.“ Diese Argumentation deckt sich mit den Aussagen des Präsidenten und CEO von Siemens España, Fernando Silva, beim Forum für Neue Wirtschaft im vergangenen Januar. Er nannte drei Faktoren, die seiner Ansicht nach entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft des Landes sind: „Industrielle Wettbewerbsfähigkeit, digitale Transformation und die Elektrifizierung der Wirtschaft.“ Von der Einführung „intelligenter Fabriken“, die Produktion und Effizienz optimieren, bis hin zur Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich grüner Wasserstoff – ein entscheidender Energievektor für die Dekarbonisierung – erfordert dieser Weg, wie Castro betont, vor allem eines: „Produktive Investitionen als Schlüssel für die Zukunft. Es reicht nicht aus, Chancen zu identifizieren; wir müssen gezielt Mittel in F&E&I investieren und damit das Fundament unserer künftigen Wettbewerbsfähigkeit legen sowie Produktivität mit ESG-Kriterien in Einklang bringen, Quelle: Eurostat Entwicklung des Wertes der in der EU verkauften Industrieproduktion, 2014–2024 Hinweis: Achsenunterbrechung in der y-Achse enthalten. Der EU-Aggregatwert umfasst nicht Zypern, Luxemburg und Malta. Der Wert der verkauften Industrieproduktion wird zu konstanten Preisen dargestellt. (2021 = 100) 102 100 98 96 94 92 90 88 0 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024

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