Revista / Zeitschrift 2025-02 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK

37 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 Fahrzeug liegt die Leistung bei 75%, bei einem Dieselfahrzeug nur bei rund 15%. Doch der Übergang zur Elektromobilität erfordert ein vollständig funktionsfähiges Ökosystem. Das bedeutet: ein einfaches System finanzieller Hilfen für den Fahrzeugkauf, steuerliche Anreize im laufenden Betrieb (z. B. bei Mautgebühren) sowie eine Ladeinfrastruktur, die sowohl in ihrer Leistungsfähigkeit als auch im Platzangebot auf die Dimensionen schwerer Nutzfahrzeuge ausgelegt ist – schließlich ist ein Sattelzug deutlich größer und schwerer als ein Pkw. Darüber hinaus muss natürlich die Stromversorgung jederzeit gewährleistet sein. All diese Faktoren zusammen würden sicherstellen, dass Spanien auch weiterhin eine führende Rolle im europäischen Güterverkehr einnimmt. Der Fahrplan ist klar – die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht. Nun ist es an den öffentlichen Stellen, ihn konsequent umzusetzen. MAN hat mit der Einführung der Modellreihe MAN eTGX und mit Wasserstofflösungen wie dem hTGX wichtige Schritte zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs unternommen. Welche weiteren technologischen Meilensteine wird es Ihrer Einschätzung nach auf dem Weg hin zu einem emissionsfreien Güterverkehr geben? Und glauben Sie, dass sich die Elektrifizierung mittels Batterien mittel- bis langfristig als dominante Lösung durchsetzen wird? MAN hat nahezu alle derzeit verfügbaren emissionsfreien Technologien entwickelt: batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEV) sowie den WasserstoffVerbrennungsmotor. Wir sind zudem auf den Einsatz synthetischer fossiler Kraftstoffe vorbereitet. Diese senken die Emissionen signifikant, bieten allerdings keinen vollständig emissionsfreien Betrieb. Die höchste Energieeffizienz aller verfügbaren Technologien bietet der batterieelektrische Antrieb (BEV). Für diese Fahrzeuge gibt es schon jetzt die notwendige Infrastruktur und sie weisen günstigere Betriebskosten auf. Hervorzuheben ist auch, dass die Erzeugung erneuerbarer Energien in Spanien hochentwickelt ist – ein weiterer Beitrag zur Erfüllung der Ziele des Pariser Klimaabkommens, das 2016 in Kraft trat. Der Wandel zur Elektromobilität erfordert nicht nur neue Technologien, sondern auch qualifizierte Fachkräfte auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. In diesem Zusammenhang fördert MAN Truck & Bus Iberia bereits seit Jahren gemeinsam mit der AHK Spanien das Ausbildungsprogramm „Mechatronik für Nutzfahrzeuge“, das 2025 in sein 20. Jahr geht. Welche Bedeutung messen Sie solchen Initiativen bei der Ausbildung spezialisierter Fachkräfte der Zukunft bei? Diese Initiativen sind für uns von zentraler Bedeutung. Kontinuierliche Weiterbildung ist die Entwicklungsgrundlage jedes Unternehmens, und zwar für alle Profile: Techniker, Vertrieb, Führungskräfte und so weiter. Das gilt sowohl in Phasen linearer Entwicklung als auch in Zeiten tiefgreifenden Wandels, wie wir ihn derzeit erleben. In unserer Ausbildungsakademie erwerben unsere Techniker schnell fundiertes Spezialwissen über unsere Produkte. Wir gewinnen und binden junge Talente und tragen so proaktiv zur Lösung des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt bei. Besonders hervorheben möchte ich dabei die gute Zusammenarbeit mit der AHK Spanien. Diese Partnerschaft ermöglicht die Zertifizierung unserer Techniker mit einem auf den Lkw-Bereich spezialisierten Abschluss, der mit einem deutschen Berufsabschluss gleichwertig ist. MAN ist die einzige Marke, die einen solchen Abschluss anbietet, selbstverständlich auf einem Qualitätsniveau, das den hohen Anforderungen des Marktes entspricht. Im zweiten Halbjahr 2025 beginnt die Ausbildungsakademie zum 21. Mal. Standort Spanien

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