Enfoque Movilidad Eléctrica 32 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 Zunächst müssen auf jeden Fall Investitionen getätigt werden, um die Transport- und Verteilungsnetze an eine Realität anzupassen, die zunehmend elektrifiziert und digitalisiert ist – eine Realität, die wir uns vor Jahren noch nicht vorstellen konnten und in der die energieintensive Industrie und Technologie wächst. Dies betrifft nicht nur die Elektromobilität, sondern beispielsweise auch Branchen wie Rechenzentren, um den Anforderungen der Konnektivität gerecht zu werden. Dringend notwendig ist auch ein Steuersystem, das zum Zeitpunkt des Kaufs die richtigen Signale an die Verbraucher sendet und dabei den Schwerpunkt auf die Förderung von Flotten legt, wie dies in benachbarten Märkten wie Portugal geschehen ist, wo das Wachstum im Bereich der Elektromobilität dank dieser Hebel spektakulär ist. Und natürlich braucht es eine flexiblere, weniger schwerfällige und redundanzfreie Regulierung, um die Ziele der Dekarbonisierung des Verkehrs zu erreichen, die sich Spanien und das übrige Europa gesetzt haben. Darüber hinaus ist es wichtig, der Gesellschaft zu vermitteln, was getan wird und warum es uns zugute kommt – etwas, das von den öffentlichen Verwaltungen bisher nie erklärt wurde. Was bisher eine auferlegte Pflicht war, soll sich jetzt in Begeisterung verwandeln. Die Industrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, aber jetzt braucht sie politische Unterstützung, um den Wandel zu konsolidieren. Die Elektrifizierung kann ein entscheidender Motor für die Stärkung der spanischen Industrie und Technologie werden. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht dringend erforderlich, damit Spanien im globalen Wettbewerb um Investitionen, Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der neuen Mobilität nicht den Anschluss verliert? Die Elektrofahrzeugindustrie braucht politische Unterstützung, um den Wandel zu konsolidieren Wichtig ist zunächst festzuhalten, dass die derzeit öffentlich verfügbare Ladeinfrastruktur in Spanien mehr als ausreichend ist, um den aktuellen Bestand an Elektrofahrzeugen zu versorgen. Allerdings muss das Tempo angesichts des bis 2030 zu erwartenden Wachstums, für das der Nationale Energie- und Klimaplan (PNIEC) einen Bestand von 5,5 Millionen Elektrofahrzeugen vorsieht – dies entspricht nahezu dem Achtfachen der Neuzulassungen von 2024 – deutlich erhöht werden. Zwar wurden bei der öffentlich-privaten Zusammenarbeit große Fortschritte erzielt, aber es müssen weiterhin Hindernisse beseitigt werden, die heute noch bestehen. Die Erteilung von Genehmigungen und Lizenzen, die Transparenz von Informationen (z. B. hinsichtlich der verfügbaren Netzleistung an den Anschlusspunkten des Stromnetzes), die Verfahren mit regionalen und lokalen Behörden sowie mit den Versorgungsunternehmen müssen verbessert und vereinfacht werden. Darüber hinaus ist es notwendig, den CPOs einen spezifischen CNAE zuzuweisen, der eine dynamischere Regulierung ermöglicht. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist weiterhin eine große Herausforderung in Spanien. Welche Hindernisse stehen Ihrer Einschätzung nach einem schnelleren Ausbau im Weg? Werden die neuen europäischen und nationalen Regelwerke helfen, die Blockaden zu lösen, oder muss auf administrativer und regulatorischer Ebene noch viel getan werden?
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